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STAR-FORCE

Science-Fiction-Serie

von

Karl-Heinz R. Friedhoff

 

Band 13

 

Der balkarische Krieg

Teil 2:

" Inferno "

 

Rückblick:

Am 18. Februar des Jahres 2318 proklamierten die lomoghenischen Siedler auf der balkarischen Kolonie KALAN IV ihre Unabhängigkeit vom balkarischen Reich.

Admiral de Mercantes, der Oberbefehlshaber der balkarischen Streitkräfte im KALAN-System, setzte daraufhin Bodentruppen in Marsch, um die Rebellion niederzuschlagen.

Die eingesetzten Truppen der Balkarer wurden jedoch von gut bewaffneten Siedlermilizen zurückgeschlagen und fast völlig aufgerieben. Danach konnte nur noch die Zentralstadt Kalan-City von einigen Bürgerwehren und dem Rest der balkarischen Bodentruppen gehalten werden.

Verbündete Kampfflotten der  Lomoghen-Republik und des Rodalischen Reiches waren daraufhin am 23._Februar_2318 in das KALAN-Sonnensystem eingedrungen und hatten die dort befindliche 5.balkarische Flotte bis auf wenige überlebende Schiffe vernichtet.

Aufgrund ihrer Schutzverpflichtungen gegenüber dem Balkarischen Reich hatte die terranische Föderation in diesen Konflikt eingegriffen und ihre Raumstreitkräfte in das KALAN-System entsandt.

In der Schlacht um KALAN_IV erlitt die terranische Raumgarde am 1._März_2318 gegen die Verbände der Rodaler und Lomoghener ihre schwerste Niederlage seit dem Ende des 1._interstellaren Krieges und musste sich fluchtartig zurückziehen.

Dem Schlachtschiff AENEAS war es jedoch gelungen, zusammen mit zwei Kreuzern und fünf Zerstörern des 52.Geschwaders der SRV bis nach KALAN IV durchzubrechen und zum kleinen Rest der 5. balkarischen Flotte zu stoßen, deren Schiffe auf Abwehrpositionen rund um den Planeten verharrten.

Oberst Stephan Iljuschin, der Kommandant des Schlachtschiffes AENEAS, hatte als ranghöchster Offizier die Führung über die terranischen Schiffe übernommen. Die an Bord der AENEAS befindliche Raumlandekompanie wurde auf KALAN IV abgesetzt, um dort bei der Verteidigung der Zentralstadt zu helfen, die noch immer von den Balkarern gegen die lomoghenischen Siedlermilizen gehalten wurde.

Danach hatten sich die terranischen Schiffe in die Randzone der KALAN-Sonne zurückgezogen, in deren strahlungsintensiver Korona sie von den feindlichen Schiffen weder geortet noch angegriffen werden konnten, um von dort aus nach Guerilla-Taktik Störangriffe zu fliegen.

Zwei Kreuzer und fünf Zerstörer der Balkarer hatten sich ihnen angeschlossen, während Admiral de Mercantes mit dem Schlachtschiff VICTORY und sechs Zerstörern in einer niedrigen Umlaufbahn um den Planeten KALAN IV verblieben war, um die Kolonie vom Weltraum aus zu verteidigen, wobei ihn die Abwehrforts des Militärstützpunktes auf dem dritten KALAN-IV-Mond unterstützen sollten.

Admiral de Mercantes, ein typischer Vertreter des balkarischen Hochadels, hatte nicht einsehen wollen, dass diese Taktik einem Selbstmord gleichkam.

Der Angriff einer lomoghenischen Kampfflotte aus fünf riesigen Truppentransportschiffen, 14 schweren Kreuzern und 48 Zerstörern auf KALAN IV stand unmittelbar bevor......

 

 

Paris, 7.März 2318,

Territorialbezirk Frankreich,

Büro des Präsidenten der Terranischen Föderation

 

        "Wann ist die Raumgarde bereit für einen neuen Vorstoß in das KALAN-System?" wollte Präsident Joran Alba von der Oberbefehlshaberin der terranischen Raumstreitkräfte wissen.

        "In vier Tagen werden wir es gemeinsam mit der 1.balkarischen Flotte noch einmal versuchen", erklärte Lordadmiralin Mandara, "Dann werden wir die Rodaler und ihre lomoghenischen Lakaien wieder aus dem KALAN-System vertreiben."

        "Können sich die Balkarer und unsere überlebenden Einheiten dort noch so lange halten?" wollte der Präsident wissen, "Schließlich sind sie bereits seit sechs Tagen völlig auf sich allein gestellt."

        "Das kann ich Ihnen nicht sagen", antwortete die Lordadmiralin leise, "Ich weiß nicht einmal, ob sie überhaupt noch leben."

 

 

KALAN-System, 2.März 2318  (1.Tag der Belagerung):

 

Fast genau 12 Stunden nach der Niederlage der terranischen Flotte gegen die rodalischen Raumstreitkräfte begann der Angriff der lomoghenischen Verbände auf KALAN IV und seinen 3.Mond.

Die weitaus größere Flotte der mit den Lomoghenern verbündeten Rodaler hielt sich indessen im äußeren Bereich des KALAN-Systems auf, ohne sich an dem Angriff zu beteiligen, da man mit einem erneuten Eingreifen der terranischen Raumgarde rechnete.

Während 14 schwere Kreuzer den balkarischen Militärstützpunkt auf dem 3.Mond mit ihren Fernwaffen unter Beschuss nahmen, attackierten 48 Zerstörer das balkarische Schlachtschiff VICTORY und seine sechs Begleitzerstörer, die noch immer KALAN IV auf einer niedrigen Umlaufbahn umkreisten.

Admiral de Mercantes hatte mit diesen wenigen Schiffen so gut wie keine Chance.

Es gelang den Balkarern zwar, neun lomoghenische Zerstörer zu vernichten, doch dann hörte das Verteidigungsgeschwader auf zu existieren.

Admiral de Mercantes fand seinen ersehnten Heldentod, als die VICTORY von einem turmdicken Ionenstrahl wie von einem Speer durchbohrt wurde und er ohne Raumanzug in das Vakuum des Weltraumes geschleudert wurde....

 

Die Abwehrbatterien des Stützpunktes auf dem 3.Mond konnten dem feindlichen Beschuss fast acht Stunden lang standhalten, dann durchbrachen mehrere Lenkraketen das Abwehrfeuer. Ihre nuklearen Sprengköpfe detonierten direkt über dem Stützpunkt und ließen dessen Energieschirm flackernd zusammenbrechen. Danach dauerte es nur wenige Minuten, bis die Abwehrgeschütze von Ionenstrahlen und Positronengeschossen zerstört wurden und der Stützpunkt so gut wie wehrlos war.

Jetzt konnten die Lomoghener ihre Landetruppen absetzen, die in den Stützpunkt eindrangen, der nur noch von einer Wachkompanie verteidigt wurde. Der größte Teil der Besatzung war bereits evakuiert worden und befand sich jetzt auf KALAN IV, um dort die Zentralstadt Kalan-City zu verteidigen.

Hauptmann Brantonas und seine Kompanie konnten zwar das Eindringen der Lomoghener in den Stützpunkt nicht verhindern, aber sie machten es den Angreifern dennoch nicht leicht und kämpften erbittert um jeden Quadratmeter im Innern des riesigen Komplexes.

Überall im Stützpunkt hallten die Alarmsirenen, bleiche Gesichter hinter Helmvisieren blickten  aus offenen Schotten und versuchten ihre Gegner zu erkennen, Schreie hallten durch die Korridore. Gedämpft von zahlreichen starken Stahlwänden und Felsmauern dröhnte der Lärm eines Gefechts, das von Sekunde zu Sekunde an Heftigkeit zunahm.

Direkt vor Brantonas Augen verglühte ein Soldat seiner Einheit unter dem Beschuss dreier Strahlwaffen. Er feuerte mit seinem schweren Plasmawerfer auf einen der Angreifer und sah gleichzeitig, wie durch die Außenzugänge ganze Scharen von Feinden in schweren Kampfanzügen quollen, die sich sofort in das Kampfgetümmel stürzten. Rings um ihn herum vergingen seine Kameraden im Strahlengewitter der Angreifer, von denen immer mehr in den Stützpunkt eindrangen. Ihre zahlenmäßige Überlegenheit und die kompromisslose Wucht ihres Vordringens erdrückten die balkarische Wachkompanie, drängten sie immer weiter zurück und dezimierten sie nachhaltig. Ihr Energiefeuer brachte Stahl und Felsgestein zum Glühen, wütete entsetzlich unter den Verteidigern und ließ einen letzten verzweifelten Gegenangriff nach wenigen Metern Bodengewinn zusammenbrechen.

Der balkarische Militärstützpunkt auf dem 3.Mond von KALAN IV war verloren...

 

 

Oberst Iljuschin wusste nur zu genau, dass er nichts gegen die Invasionsflotten der Rodaler und Lomoghener ausrichten konnte, wenn er versuchen würde, sie offen anzugreifen.

Schließlich bestand der jetzt von ihm geführte gemischte balkarisch-terranische Verband nur noch aus dem beschädigten Schlachtschiff AENEAS, zwei terranischen und zwei balkarischen Kreuzern, sowie fünf terranischen und fünf balkarischen Zerstörern, welche die Kämpfe mit den rodalischen Invasionsverbänden überlebt hatten. Und die technischen Anlagen der sieben balkarischen Schiffe waren größtenteils veraltet.

Dagegen verfügten die feindlichen Raumstreitkräfte über mehr als 400 Kampfschiffe.

Jeder Versuch, sich mit derart überlegenen Kräften in einem offenen Kampf anzulegen, kam einem Selbstmord gleich.

Es blieb Iljuschins Verband also nur die Möglichkeit, sich so gut wie möglich im Verborgenen zu halten und den Feind mit schnellen Überraschungsangriffen aus dem Hinterhalt empfindlich zu treffen.

 

In der strahlungsintensiven Korona der KALAN-Sonne waren die Schiffe anfangs für kurze Zeit relativ sicher gewesen, da sie hier weder geortet noch angegriffen werden konnten. Sehr nachteilig war dabei jedoch, dass die Energieschutzschirme, die Schwerkraftabsorber und die Druckstrahl-triebwerke permanent mit voller Leistung arbeiten mussten, da die Raumschiffe sonst entweder in der gewaltigen Hitze innerhalb weniger Sekunden verglüht oder durch die gigantischen Gravitationskräfte in winzige Stücke gerissen worden wären. Das wiederum bedeutete einen derart immensen Energieverbrauch, dass die Reserven in den Speicherbänken rasend schnell zusammenschrumpften. Zwar konnten die Energiespeicher einfach durch Anzapfen der Sonnenenergie wieder aufgeladen werden, was aber bei eingeschaltenen Schutzschirmen nicht möglich war. Iljuschins Geschwader war also gezwungen gewesen, die Sonnenrandzone wieder zu verlassen und sich hinter dem innersten Planeten, einem jupitergroßen Gasriesen, zu verstecken.

Zuerst hatten weder die Lomoghener noch die Rodaler gewusst, dass immer noch gegnerische Kampfraumschiffe im KALAN-System operierten.

Aber das änderte sich spätestens nach dem ersten Überfall auf einen rodalischen Zerstörerverband, der dabei völlig vernichtet wurde.

Von da an begann ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel zwischen Iljuschins gemischtem Verband und den Suchgeschwadern der rodalischen Invasionsflotte....

 

 

KALAN-System, 3.März 2318  (2.Tag der Belagerung):

 

Die erste Angriffswelle der Lomoghener bestand aus dreißig Sturmgleitern, die von einem der großen Raumtransporter außerhalb der Atmosphäre von KALAN IV abgesetzt wurden.

Von jedem der Gleiter fielen fünf Truppenkapseln an Fallschirmen über Kalan-City auf das Stadtzentrum hinab. In jeder dieser 150 Kapseln saß ein Kampftrupp von zehn lomoghenischen Infanteristen. Ihre Aufgabe bestand darin, die Verteidigung der Stadt empfindlich zu stören und von den Hauptlandetruppen abzulenken, die weit außerhalb der Stadtgrenzen mit dickbauchigen Landefähren  herunterkamen und dort in aller Ruhe ihre schweren Waffen ausluden.

Die Milizen der aufständischen lomoghenischen Siedler hatten bereits vor Tagen die dafür vorgesehenen Landeplätze vorbereitet und befestigt.

Von den 150 Landekapseln wurde fast die Hälfte von dem Abwehrbatterien der Stadtverteidigung noch in der Luft abgeschossen, doch dem überlebenden Rest der Kampftrupps gelang es, die Freiwilligenmilizen und Einheiten der balkarischen Brigade über einen Tag lang in Atem zu halten, bis sie endgültig aufgerieben werden konnten.

Die terranische Kompanie, die am 1. März 2318 vom Schlachtschiff AENEAS in Kalan-City abgesetzt worden war (siehe Band 12), wurde dabei nicht eingesetzt, denn sie wurde als Kerntruppe der Verteidigung für den Hauptangriff der lomoghenischen Truppen zurückgehalten.

 

 

Raumtorpedos waren äußerst hinterhältige Waffen, denn anders als bei Raketen war es bei ihnen möglich, ihre Antriebsleistung zu drosseln oder sogar völlig abzuschalten, so dass sie entweder im Schneckentempo oder ganz antriebslos durch den Weltraum trieben und so nur schwer zu orten waren.

Für die Schiffe des gemischten Verbandes von Oberst Iljuschin waren es die idealen Waffen für ihre Angriffe aus dem Hinterhalt, mit denen sie den Invasoren das Leben schwer machten.

Mit seinen acht Planeten und neunzehn Monden begünstigte das KALAN-System die Guerilla-Taktik, da es hier genügend Möglichkeiten für einzelne Kampfschiffe gab, sich im Verborgenen zu halten.

Vor allem die kleinen Zerstörer des Iljuschin-Verbandes konnten sich leicht im Ortungsschatten eines der Monde verstecken und den feindlichen Patrouillen auflauern.

Ihre Taktik bestand darin, eine Reihe von Raumtorpedos auszuschleusen, sie per Fernsteuerung in die ermittelte Flugbahn der feindlichen Raumer zu bringen und dort ohne Antrieb warten zu lassen, bis die gegnerischen Schiffe nahe genug herangekommen waren. Erst dann wurden die Torpedos wieder aktiviert, welche nun - gelenkt durch ihre automatische Zielerfassung - direkten Kurs auf die feindlichen Raumschiffe nahmen und in deren unmittelbarer Nähe explodierten.

Oberst Iljuschin hatte die meisten Torpedos mit Neutronenbomben bestücken lassen, deren todbringende Strahlung eine mörderische Wirkung hatte, wenn sie nicht mehr rechtzeitig durch Energieschirme abgefangen werden konnte.

Zu allem Überfluss hatten findige Waffentechniker die Stahlhüllen der Torpedos auch noch zentimeterdick mit einer Paste bestrichen, die sie aus zermahlenen Steinen hergestellt hatten, so dass die tödlichen Geschosse nicht sofort als Metallobjekte erkennbar waren und sich so kaum von treibenden Meteoriten unterscheiden ließen. Dieser Tarnanstrich verhinderte zwar den Abschuss per Stromstoß mit den dafür vorgesehenen Elektro-Schienen in den Abschussrohren, aber das wurde in Kauf genommen, da man die Torpedos im Gegensatz zu Raketen auch einfach ohne Anfangsbeschleunigung durch die Ladeschleusen auswerfen konnte, um erst danach ihren Antrieb zu aktivieren.

Mit dieser hinterhältigen Angriffstaktik war es den wenigen Schiffen des Iljuschin-Verbandes bereits nach Ablauf von zwei Tagen gelungen, einen großen Schlachtkreuzer und fünfzehn Zerstörer der Rodaler zu vernichten, ohne dabei selbst auch nur ein einziges eigenes Schiff zu verlieren.

Auch die lomoghenischen Verbände um KALAN IV bekamen die Guerilla-Angriffe des Iljuschin-Verbandes sehr schmerzlich zu spüren. Die sieben Monde von KALAN IV machten es den Guerilla-Schiffen relativ leicht, sich unbemerkt an die lomoghenischen Kampfschiffe heranzuschleichen, ihre tödlichen Geschosse abzufeuern und wieder zu verschwinden, bevor die Lomoghener reagieren konnten.

Einer der großen Truppentransporter der Lomoghener wurde in seinem Orbit um den dritten KALAN IV-Mond von einem Raumtorpedo mit Neutronensprengkopf voll erwischt. Mehr als zweitausend Raumlandesoldaten und die komplette Besatzung des riesigen Transportschiffes wurden innerhalb weniger Minuten von der mörderischen  Neutronenstrahlung getötet.

Damit verloren die Lomoghener fast ein Fünftel ihrer Bodentruppen, bevor diese auf KALAN IV landen konnten.

 

 

KALAN-System, 4.März 2318  (3.Tag der Belagerung):

 

Die Truppen der Lomoghener hatten die wichtigsten Kampfeinheiten der Verteidiger rund um Kalan-City eingeschlossen und zogen die Schlinge jetzt langsam enger. Das noch verteidigte Gebiet betrug jetzt nur noch ungefähr 140 Quadratkilometer. Die wenigen Kräfte, die sich außerhalb dieses Kreises auf KALAN IV noch zur Wehr setzten, würden in kurzer Zeit ausgelöscht sein.

Die Balkarer und die terranische AENEAS-Kompanie hielten jetzt kaum noch mehr als das Stadtzentrum und die Garnison. Und die ersten Kampfgruppen der Lomoghener drangen bereits in die Randgebiete der Stadt ein.

Doch die Invasion gestaltete sich zu einem Phyrrus-Sieg für die Landetruppen der Lomoghener.

Fünf Angriffe waren gestartet und abgewehrt worden, wobei die Lomoghener über dreißig Prozent ihrer Angriffskräfte verloren hatten.

Am schlimmsten waren die Kämpfe innerhalb der Stadt. Die Einsatzkommandos der AENEAS-Kompanie und die balkarische Brigade verteidigten jede einzelne Stellung mit gut durchdachter Rückendeckung durch Schützengruppen der freiwilligen Bürgerwehren.

Wenn die Lomoghener ein Haus angriffen, zogen sich die Verteidiger einfach zurück und nahmen das Haus von mehreren anderen Stellungen aus unter Feuer, bis sich die Angreifer selbst wieder zurückziehen mussten.

An anderen Stellen wiederum wurde jede Position bis zum letzten Augenblick verteidigt, von der erkennbar war, dass die Lomoghener sie unbedingt erobern wollten, auch wenn sie für die Verteidiger weniger wichtig war. In der Nacht schlichen die Einsatzkommandos der AENEAS-Kompanie hinter die lomoghenischen Linien und griffen dort jeden feindlichen Posten an, der ihnen in die Quere kam. Kein lomoghenischer Kommandeur konnte daher mit Sicherheit behaupten, dass seine Position gefestigt war.

Doch aufgrund ihrer zahlenmäßigen und materiellen Überlegenheit drangen die Lomoghener ganz allmählich immer weiter in das Stadtzentrum vor. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis Kalan-City endgültig fallen musste.

 

 

Noch während sich die Raumstreitkräfte der Balkarer und der terranischen Raumgarde im BALKA-System für einen erneuten Befreiungsschlag gegen die Invasoren im KALAN-System sammelten, wurde eine weitere Kolonie des Balkarischen Reiches im GURIPON-System von einer zweiten rodalischen Kampfflotte angegriffen, die mehr als dreimal so stark war wie die Invasionsverbände im KALAN-System.

Die Nachricht schlug sowohl im terranischen Flottenhauptquartier als auch am königlichen Hof von BALKARIA ein wie eine Bombe.

König Alfonso II, der derzeit regierende Monarch des Balkarischen Reiches, wartete nicht auf die Verbände der terranischen Föderation und entsandte direkt nach Erhalt der Hiobsbotschaft die 1.balkarische Flotte in das GURIPON-System, um seine dort befindliche 3.Flotte gegen die Invasoren zu unterstützen.

Als Lordadmiralin Mandara davon erfuhr, ließ sie sofort dreißig Schlachtschiffe der TRV mit ihren Begleitfregatten, zwanzig Geschwader der SRV (insgesamt 200 Kreuzer und 400 Zerstörer) sowie fünf Trägerschlachtschiffe der StRV zum GURIPON-System in Marsch setzen, da sie befürchten musste, dass die balkarischen Flotten nicht in der Lage waren, den ihnen sowohl technisch als auch  zahlenmäßig überlegenen Kampfverbänden der Rodaler standzuhalten.

Die geplante Operation zur Befreiung des KALAN-Systems musste notgedrungen verschoben werden......

 

 

        "Woher zum Teufel haben die Rodaler auf einmal so viele Kriegsschiffe?" fragte Präsident Joran Alba aufgebracht, "Ihre Flotte wurde doch durch die Kämpfe mit den Nardim dermaßen stark dezimiert, dass sie eigentlich gar nicht mehr in der Lage sein dürften, die Balkarer mit derart starken Kräften anzugreifen."

        "Sie müssen in den letzten Jahren alle ihre Ressourcen für den Bau neuer Kriegsraumschiffe eingesetzt haben", meinte Großadmiral Cockney, der Chef der Raumaufklärungsverbände, "Und offenbar waren sie sehr erfolgreich damit, diese gewaltige Aufrüstung vor uns zu verbergen."

        "Und warum hat weder die Raumaufklärung noch der Geheimdienst irgendetwas davon gemerkt?" wollte der Präsident wissen, "So etwas kann doch nicht völlig unbemerkt geblieben sein."

        "Es gab nachrichtendienstliche Hinweise, dass etwas im Gebiet der Rodaler vorging", antwortete Arthur Cockney, "Aber niemand wusste etwas Genaues. Wir haben sieben von unseren Scoutschiffen und einen Fernaufklärer im Sternhaufen M-57 verloren. Bevor wir diesen Vorgängen näher auf den Grund gehen konnten, begann der Angriff auf die balkarische Kolonie im KALAN-System."

        "Aber was haben die Rodaler denn eigentlich vor?" fragte der Präsident weiter, "Offenbar setzen sie alles für diesen Feldzug ein, was sie überhaupt aufbieten können. Es sieht fast so aus, als wollten sie das ganze balkarische Reich erobern."

        "Ich befürchte, dass sie sich damit nicht zufriedengeben werden", sprach jetzt Robert Navarro, der Chef des Geheimdienstes, "Es sieht ganz danach aus, als wollten die Rodaler ihre Kolonien in M-57 verlassen und auf andere Welten umsiedeln. Und die bewohnbaren Planeten des balkarischen Reiches wären für die Rodaler eine sehr günstige Umzugsadresse, zumal sie dabei auch noch von den Lomoghenern unterstützt werden."

        "Gibt es etwa konkrete Hinweise für diese ungeheuerliche Vermutung?" fragte Joran Alba aufhorchend.

        "Von unseren Agenten im rodalischen Reich wissen wir, dass die bewohnten Planeten dort seit kurzem von ganzen Flotten aus Fracht- und Passagier-Raumschiffen umkreist werden", erklärte Navarro, "Die Lade-Kapazität dieser Schiffe würde ausreichen, um etwa ein Drittel der gesamten rodalischen Bevölkerung zu evakuieren."

        "Und warum sollten die Rodaler ein derart wahnwitziges Unternehmen starten?" wollte der Präsident wissen.

        "Die Supernova von Beringa-Tanis scheint ihnen mehr Schwierigkeiten zu bereiten, als wir bislang vermutet haben", meinte der Geheimdienstler, "Sie ist entstanden, nachdem die Rodaler eine Nova-Bombe gegen die Nardim eingesetzt haben. Seitdem hat sich die anfängliche Größe und Anziehungskraft der Supernova mehr als verdoppelt. Wenn sich die gewaltigen gravitationellen Kräfte im M-57-Sternhaufen spürbar auf das Raum-Zeit-Gefüge auswirken, wird das mit Sicherheit den gesamten interdimensionalen Raumflug im rodalischen Gebiet stark beeinträchtigen. Allerdings gibt es darüber noch keine ausreichenden Informationen."

        "Dann sollten Sie uns diese verdammten Informationen so schnell wie möglich beschaffen, Mister Navarro!" fuhr der Präsident ihn wütend an, "Wenn wir schon früher etwas davon gewusst hätten, wären wir bestimmt besser auf die Aktionen der Rodaler und Lomoghener vorbereitet gewesen."

 

 

KALAN-System, 7.März 2318 (6.Tag der Belagerung):

 

Am letzten Tag der Belagerung wurde der gemischte balkarisch-terranische Verband unter Oberst Iljuschin vom Glück verlassen und von den Rodalern aufgespürt.

Überlegene Kampfverbände kreisten die wenigen Schiffe des Iljuschin-Verbandes in der Nähe des innersten KALAN-Planeten ein und nahmen sie mit ihren Fernwaffen von allen Seiten unter Beschuss.

Der ungleiche Kampf dauerte fast drei Stunden, dann hörte der gemischte balkarisch-terranische Verband auf zu existieren.

 

Nachdem es nun keine gegnerischen Schiffe mehr gab, die noch Widerstand leisten konnten, verließ die rodalische Invasionsflotte einige Stunden später das KALAN-System und wurde noch am selben Tag von einer neu eingetroffenen Flotte der Lomoghener abgelöst, die aus 40 Kreuzern, 82 Zerstörern und zwei weiteren Transportern mit frischen Landetruppen bestand.

 

Auf KALAN IV wurde zwar noch immer um Kalan-City gekämpft, aber mit den neuen Verstärkungen war es für die lomoghenischen Bodentruppen nur noch eine Sache von wenigen Stunden, bis sie die Stadt erobert hatten, deren Verteidiger jetzt nicht mehr länger auf Hilfe von außen hoffen konnten.....

 

 

Die Schlacht von GURIPON war eines der furchtbarsten Gemetzel, die jemals in der gesamten Menschheitsgeschichte stattgefunden hatten.

Für das Auge eines Beobachters war wenig Planung oder Absicht in der Schlacht zu erkennen.

Das sternenerfüllte Gewölbe des Weltraumes war wie punktiert von kleinen Blitzen - winzige Flammenausbrüche, die schnell aufleuchteten und ebenso schnell wieder verschwanden. Und jeder dieser kleinen Blitze war das Abfeuern einer Energiekanonen-Breitseite und die Nuklear-Explosionen von Raketensprengköpfen in der Dunkelheit des Weltraumes.

Ein Mensch des 20.Jahrhunderts hätte die schrecklichen Ausmaße dieser gewaltigen Raumschlacht genausowenig erfassen können wie ein Neandertaler, wenn dieser die Schlacht von Stalingrad aus der Ferne hätte beobachten können. Die Kriegsführung des 24.Jahrhunderts wäre zu fremd für ihn gewesen, um die ganze grausame Bedeutung dieses blitzenden Tanzes von Todesfunken zwischen den Sternen begreifen zu können. Diese Kriegsführung, in der Raumschiffe,  zehntausende von Kilometern weit voneinander entfernt, sich gegenseitig mit ihren Ortungsstrahlen ertasteten und dann ihre furchtbaren Vernichtungswaffen mit Hilfe von computergesteuerten Zielberechnungen abfeuerten, wäre ihm fremd und unheimlich gewesen.

Das System der Schlacht begann sich langsam abzuzeichnen. Der irrlichternde Tanz der Flammenfunken bewegte sich langsam auf den titanischen Sonnenschwarm der Hercules-Gruppe zu. Nun verlief die Schlachtlinie zitternd und funkelnd direkt vor dieser großen Sternengruppe.

Und direkt darunter war ein ähnlicher, noch größerer Wirbel von Todesfunken zu erkennen. Dort fand der eigentliche Hauptkampf statt, in dem die Raumverbände beider Seiten mit erbarmungsloser Wut aufeinanderprallten.

Das Kampfgebiet erstreckte sich über eine Breite von ca. zwanzig Lichtstunden (21,6 Milliarden Kilometer) und maß in Höhe und Tiefe fast noch einmal so viel.

Glühende Atomwolken bildeten sich in der Dunkelheit des Raumes wie plötzlich aufblühende Feuerblumen von faszinierender und zugleich tödlicher Schönheit. Kreiselnde Trümmerstücke trieben durch das Vakuum. Dort, wo die Raumschiffe auf engstem Raum mit Ionenkanonen, Positronenwerfern und Lasergeschützen kämpften, war es fast unmöglich, Freund und Feind in dem chaotischen Gewitter aus vernichtenden Energieblitzen noch auseinanderzuhalten.

Schwärme von Torpedos und Raketen, abgefeuert von weiter außen stehenden Kampfschiffen, rasten wie fast lichtschnelle Silberfische durch das All, schlugen in Raumschiffe ein oder detonierten auf ihren vorprogrammierten Zielkoordinaten direkt in den Flugbahnen gegnerischer Schiffe.

 

Am zweiten Tag der Schlacht erhielten die rodalischen Einheiten Verstärkung durch ihre aus dem KALAN-System abgezogenen Verbände und waren damit den verbündeten Flotten der Terraner und Balkarer zahlenmäßig überlegen.

Als Lordadmiralin Mandara, die das Kommando über die im GURIPON-System operierenden Schiffe der Raumgarde persönlich übernommen hatte, weitere Verstärkungen aus dem Föderationsgebiet anfordern wollte, traf über Interdim-Funk die Nachricht ein, dass eine dritte rodalische Flotte, bestehend aus etwa fünfhundert Kampfschiffen, im balkarischen Zentralsystem aufgetaucht war.

Diese Nachricht ließ die Admiräle der am Kampf beteiligten balkarischen Einheiten geradezu panisch reagieren.

Sämtliche noch manövrierfähigen Schiffe der 1. und 3.balkarischen Flotte zogen sich überraschend aus dem Kampfgeschehen zurück und verließen fluchtartig den GURIPON-Sektor, um zum BALKA-System zurückzukehren und das bedrohte Zentralsystem des balkarischen Reiches zu verteidigen.

Ohne ihre Verbündeten verloren die terranischen Verbände schlagartig ihren Flankenschutz und waren damit den rodalischen Flotten taktisch unterlegen. Auch der Einsatz ihrer Transmissionsschleudern konnte das nicht ausgleichen.

Lordadmiralin Mandara befahl den Rückzug . . . . 

 

 

Er wurde Toeger Bontemps genannt, wobei es sich allerdings nur um einen reinen Decknamen handelte, den schon viele vor ihm getragen hatten.

Seine Funktion war die Leitung einer Spezialeinheit, die als "BLACK STAR" bezeichnet wurde und von deren Existenz nur wenige Eingeweihte wussten.

Nicht einmal der Präsident oder das Parlament der terranischen Föderation waren über die Existenz dieser Spezialtruppe informiert, die während der Wirren des 1.interstellaren Krieges unter größter Geheimhaltung aufgestellt worden war und noch immer existierte. BLACK STAR war eine Kommandotruppe, deren Spezialität terroristische Einsätze waren, von denen offiziell niemand etwas wissen durfte.

 

Am 22.März 2318 erhielt Toeger Bontemps den Auftrag für einen derartigen Einsatz und begann unverzüglich, die entsprechenden Maßnahmen einzuleiten.

Codierte Nachrichten eilten durch den interstellaren Raum, erreichten ihre Empfänger und aktivierten die "schlafenden" Kommando-Einheiten innerhalb weniger Tage.

Die Agenten von BLACK STAR traten in Aktion ......

 

 

15.April 2318:

 

Um 08:31:42 Uhr mittlerer Standardzeit tauchte das Frachtraumschiff BOTAMY vor dem Zentralsystem der Lomoghen-Welten aus dem Hyperraum auf, wo es augenblicklich von der Raumüberwachung erfasst wurde.

Ralik Neran, Kapitän und Eigner des riesigen Raumfrachters, nahm sofort Verbindung mit der lomoghenischen Raumflugkontrolle auf, um sich zu identifizieren und seine Fracht anzumelden. Schließlich herrschte hier Kriegszustand und der lomoghenische Sektor wimmelte derzeit geradezu von Kampfraumschiffen mit feuerbereiten Waffensystemen. Ralik Neran wollte es nicht riskieren, von irgendeinem übernervösen oder schießgeilen Schiffkommandanten unter Feuer genommen zu werden, der vielleicht nicht schnell genug erkannte, dass es sich bei der BOTAMY um ein Schiff der Basaren-Liga handelte, die bei interstellaren Konflikten stets neutral blieb, um ihre Geschäfte gewinnbringend auf beiden Seiten abwickeln zu können.

Die Ladung der BOTAMY bestand hauptsächlich aus großen Bauteilen für Antriebssysteme, die von einer Beschaffungsbehörde der lomoghenischen Administration bestellt worden waren.

Nachdem die Liefererwartung überprüft und bestätigt worden war, konnte die BOTAMY ihren Flug fortsetzen und nahm Kurs auf die Hauptwelt der Lomoghen-Republik, in deren Umlaufbahn die Ladung von landefähigen Raumfähren übernommen und auf den Planeten hinuntergebracht werden sollte.

 

---     Um 16:31:11 Uhr mittlerer Standardzeit

        wurde mit dem Umladen auf die Transportfähren begonnen.

 

---     Um 19:05:28 Uhr mittlerer Standardzeit

        wurde das letzte Shuttle auf dem Raumflughafen der

        Hauptmetropole Lom-City entladen.

 

---     Um 19:05:47 Uhr mittlerer Standardzeit

        begann die Katastrophe!

 

Fünf Antimaterie-Bomben von ungeheurer Sprengkraft, eingebaut in die gelieferten Triebwerksbauteile, wurden automatisch gezündet.

 

Der Raumflughafen und die angrenzende Hauptstadt wurden schon in den ersten Millisekunden regelrecht verdampft, noch bevor die allesvernichtende Kettenreaktion einsetzte.

Einige Augenblicke lang sah der Planet aus wie eine Festlaterne aus Wachspapier, als wären seine Landmassen durchsichtig geworden und als könne man bis zum flüssigen Kern hindurchsehen. Schließlich blähte er sich auf, wurde größer - und zerplatzte.

Sämtliche Raumschiffe in seiner Umlaufbahn wurden von einer Woge der Vernichtung verschlungen - unter ihnen auch die BOTAMY.

Der Planet spie und wütete und schleuderte seine Kontinente, seine Ozeane und seine Atmosphäre von sich, weit in den Weltraum hinaus. Dann brach er endgültig auseinander, wobei sein Magma-Kern wie das flüssige Innere eines geschmolzenen Kinderbonbons in alle Richtungen zerfloss.

LOMOGHA-PRIME, der Zentralplanet der Lomoghen-Welten, und alle auf ihm lebenden Wesen hatten aufgehört zu existieren.....

 

 

Am 18. April 2318 drang ein Raumschiff der Kometenklasse in die dem galaktischen Zentrum abgewandte Randzone des Sternhaufens M-57 ein und nahm Kurs auf eine nicht kartographierte kleine Sonne, welche im Verlauf ihrer "Lebenszeit" bereits zu einem "weißen Zwerg" von extremer Dichte mit hohen Gravitationskräften zusammengeschrumpft war.

 

In einem Abstand von einer Astronomischen Einheit (AE) schleuste das mit einem ortungsstrahlabweisenden Tarnanstrich versehene Raumschiff einen kugelförmigen Metallbehälter von ca.10 Metern Durchmesser aus, ging danach auf Gegenkurs und verschwand unbemerkt in der Leere des Weltraumes.

 

Die zurückgelassene Stahlkugel schwebte antriebslos auf die kleine, weiße Sonne zu, von deren Gravitation sie schnell angezogen wurde.

Am 20.April 2318 explodierte die Nova-Bombe und löste in der Randzone des Sternhaufens M-57 ein Gravitations-Chaos aus, das sowohl den "normalen" als auch den "interdimensionalen" Raumflug in diesem Raumgebiet monatelang völlig unmöglich machte.

 

Nur einen Tag später fielen Sorman Kadar, der Imperator des Rodalischen Reiches, und die meisten Offiziere seines militärischen Führungsstabes auf RODAL-ALPHA einem tödlichen Anschlag zum Opfer.....

 

 

Als die verstärkten Verbände der terranischen Raumgarde erneut in den GURIPON-Sektor eindrangen, um die rodalischen Flotten ein weiteres Mal zum Kampf zu stellen, hatten diese sich bereits aus dem Sektor zurückgezogen und nur die Wracks der zerstörten Schiffe zurückgelassen.

Auch im BALKA-System zogen sich die rodalischen Angriffsverbände nach einem kurzen, aber sehr  blutigen Gefecht wieder zurück und verließen fluchtartig das balkarische Raumgebiet.

 

Eine provisorische Regierung der übriggebliebenen Lomoghen-Welten entsandte eine Delegation nach BALKARIA, um dort mit dem regierenden Monarchen des balkarischen Reiches über die Kapitulationsbedingungen zu verhandeln.

Währenddessen ergaben sich die lomoghenischen Streitkräfte im KALAN-System widerstandslos der dort eintreffenden 4. balkarischen Flotte.

 

Der 2. interstellare Krieg der Menschheit war beendet, doch seine Nachwirkungen sollte die gesamte terranische Föderation noch nachhaltig erschüttern.

 

Aus Protest gegen den rücksichtlosen Einsatz einer Nova-Bombe und den Terroranschlag, der zur totalen Vernichtung einer von Menschen bewohnten Welt geführt hatte, traten 14 Kolonien, unter ihnen auch das ehemalige keljanische Reich, aus der terranischen Föderation aus und erklärten mit sofortiger Wirkung ihre politische Unabhängigkeit.

 

Die Talornische Union und der Aquarische Bund brachen die diplomatischen Beziehungen mit der Föderation ab und lösten demonstrativ ihre Botschaften auf der Erde auf.

 

Auf der Erde musste Präsident Joran Alba von seinem Amt zurücktreten und sich einem Gerichtsverfahren stellen, nachdem der Föderations-Senat seine diplomatische Immunität aufgehoben hatte.

 

Auch Lordprotektor Robert Navarro, der Chef des Geheimdienstes, wurde als mutmaßlicher Urheber der illegalen Terroreinsätze vorläufig festgenommen.

 

Ein sofort gebildeter Untersuchungsausschuss wurde damit beauftragt, die Verantwortlichen und Hintermänner für diesen eklatanten Verstoß gegen das interstellare Völkerrecht zu ermitteln.

 

Die Existenz einer geheimen Terror-Einheit namens "BLACK STAR" konnte jedoch niemals zweifelsfrei bewiesen werden......

 

 

Ende des 13. Bandes

 

 


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