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STAR-FORCE

Science-Fiction-Serie

von

Karl-Heinz R. Friedhoff

 

Band 5

Geheimstation

MAKON-24

 

 

Irgendwie hatte ich geahnt, dass unangenehme Ereignisse auf mich warteten, als ich befördert wurde.

Denn wenn ein Spezialagent des Dezernat-GS befördert wird, ist meist ein übler Haken dabei.

Ich durfte mich nun Oberst nennen - Oberst Harold Tharsen.

 

Der Haken an der Sache kam sofort mit der Überreichung der Beförderungsurkunde.

Mein Chef, Distriktkommandant Jefferson, hatte auf merkwürdige Art gelächelt und mich gefragt, ob ich den Planeten Makon-24 kenne.

Natürlich verneinte ich, denn wer kennt schon jeden Planeten in der Galaxie.

 

        "Makon-24 ist ein Planet, auf dem so mancher gerne seinen Winterurlaub verbringen würde," erklärte er, "Aber da es sich um einen geheimen Stützpunkt der Raumgarde handelt, dürfte es schwierig sein, dort Urlaub zu machen."

 

        "Also ein Eisplanet," stellte ich fest, "Und natürlich fehlt dort gerade ein Oberst des Sicherheitsdienstes, nicht wahr?"

 

        "Sie sind wirklich ein richtiger Schnellmerker, Tharsen," grinste mich der Chef an, "Aber diesmal handelt es sich nicht um einen Agenteneinsatz, sondern um Ihren routinemäßigen Außendienst bei der Raumgarde. Schließlich müssen Sie sich ja auch mal erholen, nicht wahr?"

 

Ich konnte mir eine Menge weitaus angenehmerer Erholungsmöglichkeiten vorstellen als stumpfsinnigen Stationsdienst auf einem Militär-Stützpunkt, aber es sah nicht so aus, als könnte ich meinen Distrikt-kommandanten davon abhalten, mich nach Makon-24 zu schicken.........

 

 

Makon-24 war eine eisige Hölle. Die Oberfläche des Planeten wurde von einem durchschnittlich dreißig Meter starken Eismantel verhüllt. Und über diese Oberfläche tobten jeden Tag orkanartige Schneestürme von immenser Stärke.

 

Man hatte Bodenproben entnommen und festgestellt, dass der Planet erst vor wenigen Jahrhunderten einmal Leben getragen hatte und ein warmes Paradies gewesen sein musste.

Was diesen immensen Temperatursturz ausgelöst hatte, konnte bislang niemand mit Bestimmtheit sagen. Die Astrophysiker meinten, dass Makon-24 früher viel näher um seine Sonne gekreist hatte und durch irgendeine kosmische Katastrophe aus seiner ursprünglichen Bahn geschleudert worden war.

 

Der Planet war ohnehin ein physikalische Kuriosität. Denn obwohl sich der größte Teil seiner ursprünglichen Sauerstoff-Stickstoff-Atmoshäre als dicke Eisschicht niedergeschlagen hatte, war der verbliebene Rest immerhin noch so dicht wie im Hochgebirge auf der Erde. Aber die Masse des Planeten war eigentlich gar nicht groß genug, um soviel Gravitation zu erzeugen, die eine so dichte Atmosphäre hätte halten können.

 

Ein namhafter Astrophysiker hatte den Verdacht geäußert, dass hier jemand in früheren Zeiten die Schwerkraftfelder des Planeten auf irgendeine Weise manipuliert hatte, und es gab niemanden, der über eine solche Behauptung gelacht hätte. Im 23.Jahrhundert gab es keine Menschen mehr, die nicht an extraterrestrische Intelligenzen glaubten.

 

Nun war ich also auf Makon-24 im Stützpunkt tief unter dem Eis und wusste eigentlich gar nicht, was ich hier sollte. Irgendwie hatte ich das Gefühl, hier mehr als nur überflüssig zu sein. Und Oberstleutnant Langner, der hiesige Stützpunktkommandant, hatte mir deutlich zu verstehen gegeben, dass er über die Anwesenheit eines Dezernat-GS-Offiziers nicht besonders erfreut war.

 

        ("Na schön,") dachte ich mir, ("dann werd' ich hier eben 'ne ruhige Kugel schieben.")

 

Der Stützpunkt Makon-24 gehörte zu den sogenannten "verbotenen Welten", deren Existenz von der Föderation strengstens geheimgehalten wurde.

Die Koordinaten solcher Welten waren nur wenigen ausgesuchten Leuten bei der Raumgarde und beim Sicherheitsdienst bekannt.

Makon-24 war einer der äußersten terrestrischen Horchposten zwischen dem Ende des Orion-Armes und dem äußeren Rand des Sagittarius-Armes der Milchstraßen-Galaxie.

Mit einer Besatzung von fast dreihundert Menschen war Makon-24 für einen geheimen Außenposten überdurchschnittlich stark besetzt. Ungewöhnlich war auch die starke Bewaffnung mit Raumabwehrgeschützen und Raketenstellungen, die den Planeten zu einer Festung machten. Es gab sogar zwei Transmissionsschleudern, mit denen materielle Objekte - natürlich auch jede Art von Sprengkörpern - durch den interdimensionalen Raum direkt an jeden beliebigen Zielort gesendet werden konnten, dessen genaue Position bekannt und in Reichweite war.  Außerdem verfügte der Stützpunkt über vier Geschwader von jeweils zwölf schnellen Raumjägern und zwei Raumkorvetten, die in großen Start-Anlagen unter dem Eis bereitstanden.

 

Als ich den Kommandanten nach dem Grund dieser verhältnismäßig starken Bewaffnung fragte, erklärte er mir, dass Makon-24 sich bereits innerhalb des Operationsgebietes der Nardim befand.

 

Nardim-Gebiet !!!

 

Das erklärte alles, denn diese Wesen waren das Unheimlichste und Gefährlichste, was menschlichen Raumfahrern bislang in der Galaxie begegnet war. Es waren intelligente Wesen, die nicht nur über eine hochentwickelte Technologie verfügten, sondern auch in der Lage waren, die Form jedes organischen Lebewesens anzunehmen, nachdem sie das Original getötet und vollständig absorbiert hatten. Die ersten Raumfahrer, die ihnen begegnet waren, waren von den Nardim regelrecht verschlungen und dann kopiert worden. Es war diesen Wesen sogar gelungen, in menschlicher Gestalt bis auf die Erde zu kommen und dort einige hohe Politiker zu "umzuwandeln". Das Erschreckende an einem solchen "Austausch" war, dass mit dem Körper auch das komplette Wissen des "Umgewandelten" übernommen wurde, was den Nardim in die Lage versetzte, unbemerkt an dessen Stelle zu treten. Nicht einmal Familienangehörige waren in der Lage, einen solchen "Austausch" zu bemerken.

Man kann sich vorstellen, welche Gefahr die Nardim für die Welten der Föderation und der anderen Sternenreiche darstellten, und wenn es in der Vergangenheit nicht gelungen wäre, die Nardim mit Hilfe von modifizierten Hirnwellen-Messgeräten zu entlarven, gäbe es bereits keine terrestrische Föderation mehr.

 

Ein Stützpunkt der Raumgarde im Nardim-Gebiet! Und ausgerechnet hierher war ich geschickt worden? Da steckte doch mit Sicherheit mehr dahinter als nur der routinemäßige Pflicht-Raumdienst!

 

 

Als der Alarm ausgelöst wurde, befand ich mich gerade an passender Stelle in der Kommandozentrale.

Auf dem Hauptschirm zeigte sich ein kleiner, verwaschen wirkender Fleck, der sich auf das Zentrum des Erfassungsbereiches zu bewegte  --- ein Raumschiff, das sich mit relativ geringer Geschwindigkeit näherte!

 

        "Kursberechnung!"

 

Innerhalb weniger Sekundenbruchteile leuchtete eine hellrote Linie auf dem Hauptschirm auf, die den voraussichtlichen Kurs des fremden Raumers anzeigte.

Die Linie endete exakt im Zentrum der Ortungsanzeige - also direkt auf Makon-24 !

 

        "Identifikation?"

 

        "Kein Signal."

 

        "Schiffstyp?"

 

        "Noch nicht erkennbar."

 

        "Sollen wir es anfunken?"

 

        "Nein - erst den Chef fragen, sonst gibt's Ärger."

 

In diesem Moment tauchte Oberstleutnant Langner in der Zentrale auf.

 

        "Auf gar keinen Fall anfunken," befahl er, "Sonst weiß jeder in diesem Sektor, wer sich hier auf Makon-24 befindet."

 

        "Fremdraumschiff nähert sich der äußeren Sicherheitszone. Sollen wir es abschießen?"

 

        "Nein. Scannen Sie die Schiffsform und messen Sie seine Energie-Erzeugung!"

 

Ein zweiter Wandbildschirm leuchtete auf und zeigte die Umrisse des Raumschiffes. Daneben wurde eine Skala eingeblendet, auf der das auf dem Schiff erzeugte Energiepotential angezeigt wurde.

 

Der Fremdraumer hatte die Form von zwei übereinanderliegenden Diskussen mit einem Durchmesser von jeweils 80 Metern. Also handelte es sich um ein Großraumschiff. Und die Energie-Ortung zeigte uns, dass dort gewaltige Energien erzeugt wurden.

 

Wurden dort vielleicht schwere Strahl-Geschütze zum Feuern aufgeladen?

 

        "Sollen wir die Abwehrschirme aktivieren?" fragte der Feuerleit-Offizier.

 

        "Das würde in diesem Raumsektor wie ein Leuchtfeuer wirken," lehnte der Kommandant ab, "Wenn die Nardim das orten, ist es mit unserem Versteckspiel hier vorbei."

 

        "Und wenn wir die Schirme nicht aktivieren, riskieren wir es, von dem Fremdraumer zusammengeschossen zu werden." murmelte ich.

 

        "Ich frage mich nur, warum dort soviel Energie produziert wird," überlegte Langner, "Die Speicherkapazität dieses Dings muss doch längst erschöpft sein. Wenn die so weitermachen, werden ihre Speicherbänke explodieren."

 

        "Verdammt!" rief da die Ortungsspezialistin am Steuerpult, "Das Ding da draußen brennt wie eine Fackel!"

 

Das erklärte die ungewöhnlich hohe Energieentwicklung auf dem Fremdschiff, das sich dem Eisplaneten mit zunehmender Geschwindigkeit näherte. Offensichtlich geriet es jetzt in das Schwerefeld von Makon-24 und wurde unaufhaltsam hinabgezogen. Wahrscheinlich waren die Triebwerke ausgefallen, so dass das Raumschiff keine Möglichkeit mehr hatte, seinen Sturz abzubremsen.

 

        "Schiffs-Typ ist erkannt," meldete sich der Zentralcomputer, "Der Form und Bauweise nach handelt es sich um ein Passagierschiff der Alpha-Klasse, hergestellt in den Werften der Taraman-Corporation, ? wird als Großraumschiff für touristische Fernreisen eingesetzt."

 

        "Wir könnten den Absturz mit elektromagnetischen Prallfeldern abfangen," schlug der Feuerleit-Offizier vor.

 

         "Solange wir nicht wissen, wer das da draußen ist, verhalten wir uns still," meinte der Kommandant, "Vielleicht ist das nur eine Falle, um uns aus der Reserve zu locken, damit wir uns verraten."

 

Mittlerweile war das Raumschiff auch auf den normalen Sichtschirmen zu erkennen. Jeder konnte jetzt sehen, dass es am Heck wie eine Wunderkerze brannte.

Wir konnten jetzt seinen voraussichtlichen Aufschlagspunkt auf der Planetenoberfläche berechnen - vorausgesetzt, dass es nicht schon in den oberen Schichten der Atmosphäre auseinanderbrach und verglühte. Der Aufschlagspunkt war etwa vierundsiebzig Kilometer vom Stützpunkt entfernt.

Für eine Rettungsaktion war das ziemlich weit weg, aber wenn der Raumer eine Nuklearbombe an Bord hatte, war das für meinen Geschmack viel zu nah. Und wenn wir Pech hatten, war in dem abstürzenden Schiff eine Antimaterie-Bombe versteckt, die den ganzen Planeten in Stücke reißen würde......

 

 

Das Doppeldiskus-Raumschiff kam in einem relativ flachen Winkel herab und tauchte in die Atmosphäre des Eisplaneten ein. Im nächsten Augenblick war es von heller Glut umgeben, die von der Reibungshitze stammte.

Das "Heck" flackerte wie eine Leuchtrakete und zog eine Spur glühender Trümmerteile hinter sich her.

 

Dann schlug das Schiff zum erstenmal auf, prallte von der Eisdecke ab und wurde wieder hochgeschleudert. Wir konnten deutlich den breiten, gezackten Riss sehen, der jetzt an der Unterseite aufklaffte.

Jetzt kam der zweite Aufschlag und der Raumer schlitterte mit mehr als hundert Stundenkilometern über das Eis, wobei er jedoch merklich langsamer wurde. Dann krachte er in eine stabile Eisbarriere und blieb endlich liegen.

Im nächsten Augenblick flogen die Außenschleusen auf.

 

Viel zu früh !

 

Direkt nach einem solchen Aufprall konnte sich normalerweise noch niemand in den Ausstiegsschleusen befinden!  So schnell konnte sich kein Mensch wieder erholen.

 

Jetzt kamen sie heraus.

Menschen!

Frauen, Männer und sogar Kinder!

Wie hatten die bloß einen solchen Aufprall heil überstehen können?

 

        "Sollen wir Rettungskommandos hinausschicken?" fragte die Ortungsspezialistin.

 

        "Nein," entschied der Kommandant, "Wir warten noch."

 

        "Glauben Sie, dass es Nardim sind?" fragte ich ihn leise.

 

        "Vielleicht," murmelte er, "Und solange ich mir da nicht sicher bin, werden wir uns still verhalten und nur beobachten."

 

        "Wenn es Menschen sind, werden sie da draußen in der Kälte nicht lange leben", gab ich zu bedenken.

 

        "Das weiß ich selbst, Oberst", zischte er mich verärgert an, "Aber ich bin für die Sicherheit dieses Stützpunktes verantwortlich, und deshalb werde ich nicht das geringste Risiko eingehen."

 

Ich wusste, dass er recht hatte. An seiner Stelle hätte ich mich höchstwahrscheinlich auch nicht anders verhalten.

 

Gespannt starrten wir auf die Außenbildschirme, auf denen wir die Überlebenden des Absturzes sehen konnten, die jetzt in kleinen Gruppen über das Eis hasteten, um so schnell wie möglich aus der Nähe des brennenden Wracks zu kommen.

Wir konnten deutlich sehen, dass sie viel zu dünne Kleidung trugen, mit der sie es in der mörderischen Eishölle da draußen kaum lange aushalten konnten.

 

Dann explodierte das Wrack.

Tausende von Trümmerstücken unterschiedlicher Größe flogen rotierend durch die Luft und schlugen wie Geschosse rings um die Absturzstelle in das Eis hinein. Die letzte Gruppe der Überlebenden hatte es nicht mehr geschafft, aus dem Gefahrenbereich zu gelangen.

Mit zusammengebissenen Zähnen beobachteten wir, wie die Unglücklichen von den herabstürzenden Trümmern erschlagen wurden.

 

        "Verdammt," fluchte Langner, "Es reicht mir jetzt. Das sind bestimmt keine Nardim. Die würden nicht ihre eigenen Leute umkommen lassen. Ich schicke jetzt die Rettungseinheiten hinaus."

 

Wenige Minuten später rasten die Fluggleiter des Stützpunktes mit den Rettungsmannschaften auf die Absturzstelle zu..........

 

 

Knapp eine Stunde später hatten wir die überlebenden Havaristen im Stützpunkt.

Als Langner jedoch den Befehl geben wollte, sie sofort in die Medizinische Abteilung bringen zu lassen, klingelten in meinem Kopf plötzlich sämtliche Alarmglocken.

Denn obwohl der Kommandant die ganze Zeit befürchtet hatte, es könne sich vielleicht um Nardim in menschlicher Gestalt handeln, traf er jetzt keine Anstalten, die Geretteten mit Hilfe von Hirnstrom-Messungen überprüfen zu lassen. Das widersprach völlig seinem bisherigen Verhalten.

 

        "Halt!" kommandierte ich, "Die Havaristen bleiben in der Eingangsschleuse! Erst müssen ihre Hirnwellenmuster überprüft werden. Schicken Sie sofort eine Kampfgruppe und Roboter mit Hirnwellen-Scannern dorthin."

 

Ich konnte auf dem Bildschirm der Kommunikationsanlage das verwirrte Gesicht des Wachhabenden in der Eingangsschleuse sehen, der nicht wusste, welchem Befehl er jetzt gehorchen sollte.

 

        "Ich bin der Kommandant und hier gebe ich die Befehle," empörte sich Langner wütend und wandte sich dann wieder an den Wachhabenden: "Befolgen Sie meine Befehle, Leutnant! Die Havaristen kommen sofort in die Medizinische Abteilung."

 

Spätestens jetzt war klar, dass hier etwas nicht in Ordnung war.

Das schien auch der Wachhabende an der Schleuse bemerkt zu haben, denn er fragte vorsichtig: "Und wenn es tatsächlich keine Menschen, sondern Nardim sind, Kommandant? Dann überrennen sie den ganzen Stützpunkt."

 

        "Ich habe Sie nicht um Ihre Meinung gebeten, Leutnant !!!" brüllte Langner ihn wütend an, "Befolgen Sie meine Befehle, oder ich bringe Sie vor das Militärgericht!"

 

        "Die Leute bleiben in der Schleuse!" wiederholte ich meine Anweisung, "Als Oberst bin ich hier der ranghöhere Offizier, und deshalb übernehme ich jetzt das Kommando!"

 

        "Aye, Sir," antwortete der Leutnant und ließ seine Wachmannschaft mit entsicherten Waffen in der Schleuse antreten. Dann forderte er mit seinem Handfunkgerät die Roboter mit den Hirnwellen-Scannern an.

 

Oberstleutnant Langner starrte mich mit totenbleichem Gesicht an.

        "Sie wagen es, mir mein Kommando abzunehmen? Sie gehören nicht einmal zur Raumgarde, Sie aufgeblasener Geheim-Schnüffler!"

 

        "Sie wissen genau, dass mein militärischer Rang auch in der Raumgarde Gültigkeit hat," antwortete ich, "Ich finde es selbst sehr bedauerlich, dass ich so vorgehen muss, aber Ihr Verhalten gefährdet die Sicherheit dieses Stützpunktes."

 

Plötzlich und ohne jede Vorwarnung riss Langner seinen Energiestrahler aus der Gurthalterung und richtete die Waffe auf mich.

 

Nur meine in langen Jahren antrainierten Reflexe retteten mir in diesem Moment das Leben.

Der sonnenheiße Energiestrahl raste nur wenige Zentimeter an mir vorbei und brannte ein Loch in die Stahlwand, als ich mit einem Satz zur Seite sprang. Dann hechtete ich nach vorn und fegte ihn mit der Spitze meines Ellenbogen von den Beinen. Er war sofort bewusstlos.

 

Keuchend stand ich auf und beugte mich mit schussbereiter Waffe über ihn.

        "Lasst ihn sofort in eine Arrestzelle bringen und seine Hirnwellen scannen!" rief ich den anderen zu, die vor Schreck wie erstarrt waren.

 

Majorin Rita Birkenburg, die seit zwei Stunden ebenfalls anwesende stellvertretende Kommandantin, reagierte als erste und rief sofort ein Wachkommando herbei.

 

Da heulten die Alarmsirenen auf !!!

 

Die Gardisten in der Eingangsschleuse  wurden von den Leuten aus dem abgestürzten Raumschiff angegriffen!

 

Und zu allem Überfluss erfasste die Raumortung jetzt eine Flotte fremder Raumschiffe, die gerade im Makon-System aufgetaucht war..........

 

 

        "Alle Schotten zum Eingangsbereich dichtmachen!" brüllte ich in die Sprechanlage, "Dann muss aus dem gesamten Komplex die Luft herausgepumpt werden, bis dort reines Vakuum herrscht. Das können auch die Nardim nicht überleben."

 

        "Aber unsere Wachmannschaft ist doch noch da drin," wandte Majorin Birkenburg ein.

 

         "Die sind längst tot oder absorbiert," gab ich zurück, "Die Nardim haben sich längst ihrer Körper und natürlich auch ihrer Waffen bemächtigt. Wenn wir nicht schnell handeln, schmelzen Sie die Schotten mit den Strahlern auf. Dann sind wir so gut wie erledigt."

 

Sie nickte und gab die entsprechenden Anweisungen.

 

Da die Kamera-Objektive in der Eingangschleuse offenbar zerstört worden waren, konnten wir nicht sofort feststellen, ob unsere Maßnahme erfolgreich war. Aber als dort auch nach Ablauf einer halben Stunde keine Aktivitäten mehr feststellbar waren, gingen wir davon aus, dass die Angreifer im Vakuum erstickt waren. Wir ließen vorsichtshalber die Sicherheitsschotts weiterhin geschlossen und schalteten die Heiz-Aggregate für die Eingangsschleuse aus. Wenn es noch Angreifer gab, die das Vakuum auf irgendeine Weise überlebt hatten, würde sie die eisige Kälte dieses Planeten mit Sicherheit endgültig erledigen.

 

Wir hatten ohnehin keine Zeit, uns weiter darum zu kümmern, denn jetzt mussten wir unsere Aufmerksamkeit auf die fremde Raumflotte richten, die da so überraschend in diesem Sonnensystem aufgetaucht war.

 

        "Wir sollten sie mit unseren Raumjägern angreifen." meinte die Majorin.

 

        "Auf gar keinen Fall!" hielt ich sie zurück, "Vielleicht wissen sie nicht, wo wir stecken, denn schließlich hat dieses System fünfundvierzig Planeten. Wenn wir uns still verhalten, finden Sie uns vielleicht nicht."

 

        "Alles klar," sprach sie, "Aber ich werde sicherheitshalber volle Kampfbereitschaft herstellen lassen."

 

        "Tun Sie das," sprach ich zustimmend, "Aber schalten Sie alle überflüssigen Energie-Anlagen ab und lassen sie alles andere mit minimalster Leistung laufen, damit unsere Emissionen nicht gemessen werden."

 

Dann starrten wir wieder gebannt auf die Ortungsschirme, auf der die fremde Raumflotte jetzt deutlich zu erkennen war.

Sie bestand aus siebzehn Schiffen, welche die Form von jeweils drei aneinandergereihten Kugeln besaßen - eine bei Nardim-Raumschiffen übliche Bauweise. Jede dieser Kugeln hatte einen Durchmesser von etwas mehr als dreihundert Metern, so dass jedes dieser gewaltigen Schiffe eine Gesamtlänge von fast einem Kilometer aufwies. Die Energie-Ortung zeigte uns, dass diese Raumschiffe über mächtige Energiewaffen verfügen mussten, mit der sie sicher in der Lage waren, dieses ganze Sonnensystem aus dem Universum zu blasen.

Wir hatten es hier mit Kampfeinheiten zu tun, die mit den Schlachtschiffen der terranischen Raumgarde vergleichbar waren.

 

Die Raumschiffe schwebten in relativer Bewegungslosigkeit in der Nähe des äußersten Planeten des Makon-Systems und schienen auf irgendetwas zu warten.

Vielleicht auf ein Signal, das von Makon-24 gesendet werden sollte, sobald die vermeintlichen Überlebenden des Absturzes den Stützpunkt erobert hatten?

Ich war mir fast sicher, dass es so war.

 

        ("Aber warum kommen diese Schiffe nicht näher?") fragte ich mich, ("Wissen Sie vielleicht noch nicht, auf welchem der 45 Planeten dieser Stützpunkt liegt?")

 

Der Sicherheitsoffizier betrat die Kommandozentrale und wandte sich direkt an mich:

        "Das Hirnwellenmuster von Oberstleutnant Langner war tatsächlich nichtmenschlich und zeigte das typische Muster von Nardim-Hirnwellen. Ihr Verdacht hat sich bestätigt, Oberst Tharsen."

 

        "Wie ist sein Zustand?" wollte ich wissen.

 

        "Er ist tot," antwortete der Mann schulterzuckend, "Als er wieder zu sich kam, versuchte er die Wachen anzugreifen, um sie zu absorbieren. Sie mussten ihn niederschießen, sonst hätte er sie umgewandelt."

 

        "Bedauerlich," murmelte ich, "Wir hätten von ihm vielleicht mehr über die Raumschiffe da draußen erfahren können, auch wenn ich nicht glaube, dass er uns viel verraten hätte."

 

Die Ortung zeigte uns, dass die Nardim-Flotte ihre Position immer noch nicht  verändert hatte. Vermutlich suchten ihre Ortungsstrahlen jetzt das ganze Makon-System nach Energie-Emissionen ab, die ihnen den Standort des Stützpunktes verraten würden.

Wenn sie uns entdeckten, war das mit Sicherheit unser Ende, denn einen konzentrierten Angriff dieser schwerbewaffneten Großkampfschiffe konnte der Stützpunkt trotz seiner Abwehrwaffen nicht überstehen.

Auch ein Angriff mit unseren Raumjäger-Geschwadern und den Raumkorvetten war so gut wie aussichtslos. Die schnellen Raumjäger konnten vielleicht eines oder sogar zwei dieser gewaltigen Kampfschiffe zerstören, aber danach würde kein einziger Jäger mehr existieren. Und die Nardim hätten danach immer noch genügend Schiffe zur Verfügung gehabt, um den Stützpunkt auf Makon-24 vernichten zu können.

 

Mit einem derart massiven Aufmarsch der Nardim in diesem Sektor hatte niemand rechnen können.

Unsere Lage war wirklich alles andere als verheißungsvoll.........

 

 

        "Achtung!   Ein Schiff schert aus der Formation aus!"

 

Wir beobachteten, wie sich der Dreikugelraumer aus dem Pulk der anderen Schiffe löste und direkten Kurs auf die Makon-Sonne nahm.

Dann, vor der Umlaufbahn des 28sten Planeten, änderte es den Kurs und steuerte jetzt direkt auf uns zu.

 

        "Verdammt!" fluchte ich, "Es folgt der Absturzbahn des Passagierschiffes.  Wenn sie noch genügend Reststrahlung finden, ist das wie eine Leuchtspur, die sie direkt zu uns führt."

 

        "Sollen wir die Energieschirme aktivieren?" fragte die Majorin.

 

        "Noch nicht. Vielleicht verlieren sie die Spur wieder."

 

Die nächsten Stunden waren eine geradezu nervenzerfetzende Tortur.

 

Wir sahen, wie das Nardim-Schiff langsam immer näher kam, während es exakt der Sturzbahn des Passagierschiffes folgte.

Der Triebwerksbrand des abgestürzten Schiffes hatte offensichtlich genügend strahlende Partikel im Raum zurückgelassen, die den Nardim jetzt als Wegweiser dienten.

Es war abzusehen, wann sie den Absturzplaneten ausfindig gemacht haben würden.

 

Konnten wir uns noch länger verstecken oder sollten wir jetzt kämpfen?

 

Die Entscheidung lag in diesen Stunden allein bei mir, und ich muss zugeben, dass es mir nicht gerade leicht fiel, einen Entschluss zu fassen.

 

Vier Stunden später erreichte das Nardim-Schiff Makon-24 und umkreiste die Eiswelt jetzt in einem niedrigen Orbit über der äquatorialen Ringzone. Mit Sicherheit suchten ihre Scanner (oder was immer sie dafür benutzen mochten)  jetzt jeden Quadratzentimenter der eisigen Oberfläche nach verräterischen Spuren ab.

 

        "Die gesamte Besatzung soll sofort Raumanzüge anlegen," befahl ich, "Dann müssen sämtliche Geräte und Aggregate abgeschaltet werden - auch die Lebenserhaltungssysteme. Es darf nicht der kleinste Funke an Energie erzeugt werden. Wir können in den Raumanzügen sechzig Stunden lang überleben. Solange werden wir uns einfach tot stellen. Wenn uns die Nardim bis dahin nicht entdecken, haben wir noch eine Chance, heil aus dieser Sache herauszukommen."

 

        "Sie werden die Absturzstelle trotzdem entdecken," wandte die Majorin ein.

 

        "Richtig," gab ich ihr recht, "Doch solange sie uns nicht ausmachen können, werden sie vielleicht annehmen, dass ihre ganze Aktion nicht nur ein Fehlschlag, sondern auch völlig sinnlos war. Sie vermuten einen feindlichen Stützpunkt in diesem Sektor und wollten uns mit einem Täuschungsmanöver dazu verleiten, unsere Position zu verraten. Wenn sie uns jetzt aber trotzdem nicht finden, müssen sie annehmen, dass es hier überhaupt keinen terrestrischen Stützpunkt gibt und ihre diesbezüglichen Vermutungen falsch waren."

 

        "Das ist ein verdammt riskantes Spiel", gab sie zu bedenken.

 

        "Aber es ist unsere einzige Chance", antwortete ich.

 

 

Wir hatten die getarnten Außenkameras an der Oberfläche nicht abgeschaltet, denn ihre elektrische Energie war so gering, dass sie nicht größer war als die durch natürliche Magnetfeldspannungen entstehende Elektrizität des Planeten. Um diese als Eisbrocken getarnten Geräte zu entdecken, hätten die Nardim schon darüber stolpern müssen.

So konnten wir beobachten, wie das riesige Dreikugelschiff langsam herabschwebte. Sie mussten unheimlich starke Antischwerkraftfelder dafür erzeugen können, denn die Masse dieses Raumschiffes hätte ausgereicht, um daraus eine ganze Stadt zu bauen. Normalerweise hätte es wie ein Stein herabstürzen müssen.

In der ganzen terrestrischen Föderation gab es kein Schiff dieser Größe, das auf einem Planeten landen konnte, ohne schon bei dem Versuch abzustürzen.

Angesichts dieser Demonstration hochentwickelter Technologie lief mir ein kalter Schauer über den Rücken.

 

Jetzt schwebte das Nardimschiff über der Absturzstelle, wo noch immer dunkler Rauch aus den verbrannten Trümmerteilen aufstieg.

Ich hoffte, dass die Nardim glaubten, alle an Bord befindlichen Wesen seien bereits beim Absturz und der darauffolgenden Explosion umgekommen.

 

        "Wenn sie noch die Kufen-Abdrücke der Rettungsgleiter auf dem Eis sehen können, sind wir verloren," hörte ich die Majorin leise murmeln, "Hoffentlich sind sie bereits wieder mit Schnee bedeckt."

 

        "Sobald die Abendstürme einsetzen, können die nichts mehr davon erkennen," meinte der Feuerleit-Offizier beruhigend, "Die Schneewolken werden ihnen zudem die Sicht nehmen. Der nächste Sturm müsste eigentlich schon in ein paar Minuten kommen."

 

Er hatte recht. Über die Oberfläche von Makon-24 pflegten im etwa dreißigstündigen Rhythmus eisige Schneestürme hinwegzufegen, die mit Sicherheit alle Spuren auf dem Eis verwischen würden. Diese ansonsten sehr unangenehme Eigenschaft des Eisplaneten war jetzt ein großer Vorteil für uns.

 

Als die orkanartigen Böen einige Minuten später über uns hinwegrasten, konnten wir mit den Außenkameras nur noch ein weißes Chaos erkennen und verloren den Sichtkontakt mit dem Nardim-Schiff.

 

Der Sturm dauerte nur eine knappe Stunde, dann wurde die Außensicht wieder klarer. Aber von dem Nardim-Schiff war jetzt nichts mehr zu sehen. Entweder hatte es den Planeten umrundet und befand sich jetzt auf der anderen Seite der Eiswelt, oder es war wieder aufgestiegen und in den Weltraum geflogen.

 

Majorin Birkenburg ließ die Raum-Ortungsanlage wieder aktivieren, um die Position und den Kurs des Suchschiffes festzustellen.

 

Mit grenzenloser Erleichterung sahen wir auf dem Wandbildschirm, wie es sich von Makon-24 entfernte und Kurs auf die noch immer unbeweglich wartende Flotte nahm.

 

Als wenig später die Nardim-Flotte ihre Triebwerke zündete und das Makon-System verließ, brach überall im Stützpunkt ohrenbetäubender Jubel aus.

 

Wir waren noch einmal davongekommen.....................

 

 

        "Wir hatten schon seit längerer Zeit den Verdacht, dass Oberstleutnant Langner ein Nardim war", erklärte mir Distriktkommandant  Jefferson einige Wochen später in seinem Büro, "Aber es gab für uns keine Möglichkeit, diesen Verdacht mit Beweisen zu erhärten. Deshalb habe ich Sie nach Makon-24 geschickt."

 

        "Warum haben Sie mich nicht eingeweiht, Chef?" wollte ich wissen, "Dann hätte ich doch von vornherein gewusst, woran ich war."

 

        "Eben", meinte er, "Sie wären schon voreingenommen an diese Sache herangegangen. Und wir waren uns einfach nicht sicher genug, ob unser Verdacht richtig war. Deshalb sollten Sie unvoreingenommen und vorurteilsfrei beobachten und handeln können. Allerdings hatten wir nicht mit einer derart großangelegten Aktion der Nardim gerechnet."

 

        "Warum hatten Sie Langner im Verdacht, ein Nardim zu sein?" fragte ich, "Bis zu diesem Zwischenfall ist er doch in keiner Weise auffällig geworden."

 

        "Bevor Langner das Kommando von Makon-24 übernahm, war er Kapitän eines Schlachtkreuzers, der im Patrouillendienst an der Grenze des Sagittarius-Armes eingesetzt wurde. Vor vier Jahren geriet dieser Kreuzer in ein schweres Gefecht mit Nardim-Schiffen und wurde dabei so schwer beschädigt, dass er völlig manövrierunfähig war. Danach trieb der Kreuzer fast zwei Wochen lang hilflos im leeren Raum, bis ein anderes Schiff sein Notsignal empfing und zu Hilfe kam.

Von der gesamten Besatzung waren damals nur noch der Kapitän und zwei schwerverletzte Techniker am Leben. Während des Gefechtes hatten die Nardim versucht, den Kreuzer zu entern, waren aber laut Aussagen der Überlebenden zurückgeschlagen worden, wobei der größte Teil der Besatzung ums Leben gekommen war. Nach ihrer Rettung starben die beiden Techniker an ihren schweren Verletzungen, so dass am Ende nur der Kapitän lebend nach Hause kam.

Wir vermuten, dass Langner zu diesem Zeitpunkt bereits von einem Nardim absorbiert und ausgetauscht worden war. Aber damals gab es noch keinerlei Verdachtsmomente gegen Langner, der auch in keiner Weise auffällig wurde. Außerdem verfügten wir vor vier Jahren noch nicht über die neuen Hirnwellen-Scanner, mit denen wir heute die Nardim in Menschengestalt relativ einfach entlarven können.

Wir wurden erst wieder auf ihn aufmerksam, nachdem er der neue Kommandant von Makon-24 geworden war. Vorher waren in jenem Sektor kaum größere Aktivitäten der Nardim festzustellen gewesen, aber kurz nachdem Langner dort Kommandant geworden war, verstärkten sich die Raumschiffsbewegungen der Nardim im dortigen Sektor ganz erheblich. Es sah ganz danach aus, als würden die Nardim alle Sternsysteme des Sektors systematisch durchsuchen. Irgendwie mussten sie erfahren haben, dass sich in ihrem Raumgebiet ein feindlicher Stützpunkt befand. Seitdem vermuteten wir, dass sich auf Makon-24 ein Nardim in Menschengestalt befand, dem es irgendwie gelungen war, die Raumstreitkräfte seiner Artgenossen auf jenen Sektor aufmerksam zu machen, ohne jedoch die genaue Position unseres Stützpunktes übermitteln zu können. Letzteres hätte ihn vermutlich sofort entlarvt, wodurch die Stützpunktbesatzung gewarnt worden wäre. Wir wussten nicht genau, wer von den dreihundert Leuten auf Makon-24 der Ausgetauschte war, obwohl sich unser Verdacht hauptsächlich auf Oberstleutnant Langner richtete. Mit offiziellen Nachforschungen hätten wir den Ausgetauschten nur gewarnt und eventuell auch unliebsame Aktionen der Nardim-Streitkräfte provoziert, die sicher zur Vernichtung von Makon-24 geführt hätten.

Deshalb wurden Sie dorthin geschickt, denn wir waren sicher, dass die Nardim früher oder später irgendwie auch im Makon-Sonnensystem aktiv werden würden. Die Ereignisse dort haben bewiesen, dass wir mit unseren Ahnungen recht hatten."

 

        "Was soll nun mit Makon-24 geschehen?" erkundigte ich mich, "Wird der Stützpunkt jetzt aufgelöst?"

 

        "Natürlich nicht," grinste der Chef mich an, "Die Nardim haben den Stützpunkt nicht gefunden und werden jetzt wahrscheinlich in den anderen Sternsystemen des Sektors weitersuchen. Aber das Makon-System werden sie in absehbarer Zeit sicher nicht mehr durchforsten. Oder kennen Sie ein besseres Versteck als eines, das bereits durchsucht wurde?"

 

Gegen ein solches Argument gab es meinerseits natürlich keine Einwände.  

 

 

Ende des 5. Bandes

 

 


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