Science Fiction

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 Wie die Science_Fiction nach Deutschland kam.

 - Start mit einem Fehlschlag -

 

Im Jahre 1952 startete die "Science Fiction" in Deutschland
mit einem verlegerischen Fehlschlag.

 

Zum ersten Mal in der noch jungen Bundesrepublik wagte es ein Verlag, amerikanische "Science Fiction" in Deutschland zu veröffentlichen.

In den USA wurde "Science Fiction" bereits seit 1929 erfolgreich publiziert, aber in Deutschland war der Begriff "Science Fiction" noch weitgehend unbekannt, obwohl es hier "Zukunftsliteratur" natürlich schon vor 1952 gab.

Es ist zu vermuten, dass vielen Lesern von Utopischer-, Zukunfts- oder Weltraumliteratur der amerikanische Begriff "Science Fiction" völlig unbekannt und darum vielleicht auch ziemlich suspekt war.

 

Die ersten in Deutschland erschienenen Bücher mit amerikanischer "Science Fiction" waren "Rauchs Weltraumbücher" des Düsseldorfer Rauch Verlages.

In dieser Buchreihe (gebundene Hardcover Ausgaben) wurde erstmals in Deutschland amerikanische Science Fiction herausgegeben und auch in Klappentexten und angehängten Kommentaren unter diesem Begriff vorgestellt.

 

Band 1:

 

 

"Der unglaubliche Planet" 

    von John W.Campell

 

 

Band 2:

 

 

"Wing 4" 

    von Jack Williamson

 

 

 

Band 3:

 

 

"Überwindung von Raum und Zeit"

    - Anthologie mit Geschichten von
    Simak,
    Asimov,
    Camphell,
    Piper,
    van Vogt
    und Padgett

 

 

Band 4:

 

 

"Ich, der Robot"

    von Isaac Asimow

 

 

 

Von insgesamt 23.000 gedruckten Büchern wurden jedoch nur knapp 8.000 Exemplare verkauft.

 

Dieser wirtschaftliche Misserfolg des Düsseldorfer Rauch Verlages wirkte sich nachhaltig auf die Verlagspolitik vieler anderer Verlage in Deutschland aus.

Einige Jahre lang wagte es kein renommierter Verlag mehr, Bücher unter dem Begriff "Science Fiction" herauszubringen.

 

Darum gab es für eine lange Zeit in Deutschland "Science Fiction" nur in Form von Leihbüchern und billig produzierten Groschenromanen.

Und dies führte (leider) dazu, dass die "Science Fiction" in Deutschland einen zweifelhaften Ruf als "Schund- bzw. Trivial-Literatur" bekam, den sie bis heute nie ganz los werden konnte.

 

 

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