Science Fiction

 

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Der Kosmos von

 

Fiction und Wirklichkeit

 

Schon über 2000 Ausgaben von PERRY RHODAN sind bisher erschienen und ein Ende dieser großen Science-Fiction-Heftromanserie ist noch lange nicht in Sicht.

Der erste Schritt in den Weltraum führte Perry Rhodan zum Mond, ein Ziel, das die Menschen bereits vor über dreißig Jahren erreichten. Inzwischen spielen sich die Abenteuer Perry Rhodans aber im gesamten Universum ab.

 

Präsident John F. Kennedy hatte am 24.Mai 1961 angekündigt, daß noch vor dem Ende des Jahrzehnts der erste Amerikaner den Mond betreten würde. Es war eine Reaktion auf die Erdumkreisung des Russen Juri Gagarin, der als erster Mensch in den Weltraum startete.

Mit viel Einsatz und noch mehr Geld gelang es den Amerikanern, Kennedys Vision zu verwirklichen.

Am 20.Juli 1969 betraten Neil Armstrong und Edwin Aldrin als erste Menschen den Mond.

Aus Kennedys "Fiction" wurde innerhalb weniger Jahre Realität. Kennedy selbst hat diesen Erfolg leider nicht mehr erleben können - er starb 1963 bei einem Attentat in Dallas (Texas).

 

Aber an diesem Tag wurde nicht nur Kennedys Vision zur Realität - auch die Vision von Karl-Herbert Scheer und Walter Ersting (alias Clark Dalton) verwirklichte sich.

Diese beiden deutschen Science-Fiction-Autoren haben den ersten Perry-Rhodan-Band geschrieben, der am 8.September 1961 in Deutschland erschien - kurz nach Kennedys Ankündigung der Mondlandung.

Scheer und Dalton prophezeiten damals im ersten Perry-Rhodan-Band ("Unternehmen Stardust"), daß die erste Mondlandung im Jahr 1971 stattfinden würde.

Der Roman-Astronaut Perry Rhodan fliegt mit der "Stardust" zum Mond und landet dort im hellen Mondstaub - soweit stimmt die Science-Fiction-Story mit der späteren Realität überein.

Doch dann hat Perry Rhodan auf dem Mond eine folgenschwere Begegnung, mit der die ganze Geschichte zur reinen Fiction wird:           Er trifft auf außerirdische Raumfahrer !

 

 

 

Auf dem Mond stößt Perry Rhodan auf ein Forschungsraumschiff der "Arkoniden" und begegnet dabei den beiden Außerirdischen Thora und Crest, die ihm und seinen Kameraden ihre überlegene Technik zur Verfügung stellen, damit sie dem Wissenschaftler Crest helfen, der an einer Form von Blutkrebs erkrankt ist, gegen die die Arkoniden an Bord ihres Raumschiffs kein Heilmittel verfügbar haben.

Später lernt er auch noch die Superintelligenz ES kennen, ein Überwesen, das ihm die Unsterblichkeit in Form eines "Zellaktivators" schenkt.

Von da an ist das biologische Alter von Perry Rhodan auf 39-40 Jahre eingefroren. Um den Romanhelden auch für zukünftige Abenteuer frisch zu halten, war das ein pfiffiger Trick der Autoren, der aber wissenschaftlich gesehen ziemlich unvorstellbar ist. Mediziner und Biochemiker versuchen zwar, den Alterungsprozess mit Hilfe der Gen-Technik zu manipulieren, aber den Schlüssel zum ewigen Leben werden sie wohl nicht finden.

 

 

Die ersten Außerirdischen, mit denen Perry Rhodan zunächst zu tun hat, sind sehr menschenähnlich. Thora und Crest gehören zum Volk der "Arkoniden", das auf dem dritten Planeten der Sonne ARKON lebt und von einem gigantischen Computergehirn, dem "Robotregenten", regiert wird.

Der bekannteste Vertreter der Arkoniden ist der Kristallprinz Atlan, der aber schon seit einigen Jahrhunderten unerkannt auf der Erde lebt und mit Hilfe seiner überlegenen Technik und seines Wissens die Geschichte der Menschheit im Geheimen mitgestaltet hat (worüber auch in einer eigenen Roman-Serie erzählt wird).

Aber das Universum von Perry Rhodan wird auch von sehr ungewöhnlichen Wesen bevölkert, wie zum Beispiel die Posbis, einer Mischung aus Maschinen und organischen Lebewesen (mit denen die - erst viel später erfundenen - "Borg" aus dem Startrek-Universum auffällig viel gemeinsam haben), den Mausbiber Gucky, die riesenhaften, gepanzerten und vierarmigen Haluter, die echsenähnlichen Topsider, die tellerköpfigen Blues, die Laurins und noch viele andere Lebewesen mehr...

 

 

Das Problem der vielen Außerirdischen ist allerdings, daß es bisher keinen ernstzunehmenden Beweis für ihre Existenz gibt, obwohl schon seit vielen Jahren nach Signalen von intelligenten Wesen aus dem All gesucht wird.

Auch die Spuren von außerirdischem Leben im Marsmeteoriten ALH-84001 aus dem Jahre 1984 sind kein eindeutiger Beweis, denn viele Forscher glauben, daß es sich um irdische Verunreinigungen handelt. Nur weitere Marsmissionen, die gezielt nach Lebensspuren suchen, können endgültig klären, ob es einst Leben auf dem roten Nachbarplaneten gegeben hat. Erst wenn Leben außerhalb der Erde zweifelsfrei bewiesen ist, können wir mit großer Sicherheit davon ausgehen, daß es auch auf fremden Planeten von Leben nur so wimmelt...

 

 

Bei Perry Rhodan spielt die Schwerelosigkeit keine Rolle mehr, denn dort kann die Gravitation längst beliebig ein- und ausgeschaltet werden.

Tatsächlich lässt sich aber mit der Schwerelosigkeit nicht so einfach herumspielen und sie ist für heutige Raumfahrer bei längerem Aufenthalt im All ein ernstzunehmendes Gesundheitsproblem, denn Muskeln, Knochen und Organismus leiden schwer darunter.

Eine Alternative, wie künstliche Gravitation erzeugt werden kann, hatte sich bereits im Jahr 1903 der russische Raumfahrtspionier Konstantin Ziolkowski einfallen lassen: ein im Weltraum rotierendes Riesenrad.

Während sich das Rad dreht, wirkt auf seine Außenseite eine Zentrifugal- bzw. Fliehkraft, die alles innerhalb des Rades nach aussen drückt. Je nach Rotationsgeschwindigkeit kann diese Kraft sogar beeinflusst werden.

Menschen, die sich in einem solchen Rad befinden, spüren dann kaum einen Unterschied.

Nur wenn sie sich in die Mitte - die Nabe - dieses Weltraumriesenrades begeben, werden sie wieder zunehmend leichter und schließlich setzt die Schwerelosigkeit wieder ein.

 

 

Sollten die Physiker und Techniker aber irgendwann einmal die Gravitation zu beherrschen lernen und sich auch die Außerirdischen doch einmal bei uns melden, dann bleibt aber noch ein ziemlich großes Problem, um die Visionen des Perry-Rhodan-Universums zu verwirklichen: die Überwindung der Lichtgeschwindigkeit.

Das ist sicherlich das allergrößte Problem, denn dies widerspricht den Einsteinschen Theorien.

Aber die Schöpfer von Perry Rhodan haben sich bei der Erfindung ihrer phantastischen Hyperraumsprung-Triebwerke trotzdem an die Vorgaben der theoretischen Physik gehalten. Der Trick ist, daß sie unsere gewohnte vierdimensionale Raumzeit verlassen und in den fünfdimensionalen Hyperraum wechseln, wo die Gesetzmäßigkeiten des "Normalraumes" nicht mehr gelten und somit auch das Tempolimit des Lichtes keine Gültigkeit mehr hat.

Unter den vielen Science-Fiction-Autoren gehörten die Perry-Rhodan-Väter übrigens zu den ersten, die auf diese erfinderische Idee kamen, auch wenn diese Idee inzwischen schon unzählige Male kopiert wurde.

Höhere Dimensionen sind zwar bis heute nicht bekannt, aber theoretisch möglich. So versuchen derzeit Wissenschaftler in einem ZEHNDIMENSIONALEN Hyperraum eine Physik zu begründen, die Relativitätstheorie und Quantenphysik zu einer Theorie verschmelzen lässt.

Perry Rhodans Autoren haben sich davon nur eine Dimension "ausgeliehen" und erfanden damit eine überlichtschnelle Raumschiff-Autobahn durch den Kosmos.

Um eine Science-Fiction-taugliche Handlung im Universum überhaupt zun ermöglichen, müssen Lichtjahre in recht kurzer Zeit überwunden werden und deshalb wird fast immer die lästige Grenze der Lichtgeschwindigkeit erfinderisch umgangen.

Es gibt aber inzwischen Hinweise, dass die Lichtgeschwindigkeit nicht konstant und absolut ist.

 

 

Auch das Problem des Treibstoffs für die Schiffsantriebe wurde bei Perry Rhodan elegant gelöst: Die Raumschiffe zapfen einfach den Hyperraum an, um ihre Energiespeicher aufzuladen.

Auf diese Weise hat der Hyperraum bei Perry Rhodan gleich zwei immens wichtige Funktionen: Intergalaktische Autobahn und ständig verfügbare Tankstelle.

Die Antriebe funktionieren dabei so, dass vor dem Flug durch die Projektion eines Gravitationszentrum das Ziel anvisiert wird. Die Stelle, an dem dieses Schwerkraftzentrum entsteht, heisst "virtueller G-Punkt". Für eine Reise mit Überlichtgeschwindigkeit wird das Schwerkraftzentrum am G-Punkt so verstärkt, dass ein Pseudo-Black-Hole entsteht, durch das ein Raumschiff in den Hyperraum gezogen wird.

Die Flugstrecke und die Geschwindigkeit werden durch entsprechende Vektorierung des G-Punktes bestimmt. Es kommt dabei beim Sturz in den Hyperraum und auch bei der Rückkehr in den "Normalraum" zu einer messbaren Gravitations-Schockwelle, denn die Raumzeit wird dabei empfindlich gestört. Während des Aufenthaltes im Hyperraum wird um das Raumschiff ein Schirmfeld erzeugt, welches den Raumer einhüllt und gewissermaßen seinen eigenen Mikrokosmos im Hyperraum bildet. Dadurch brauchen die Autoren nicht zu erklären, wie sich ein dreidimensionales Raumschiff im fünfdimensionalen Raum aufhalten kann.

Die Entwicklung solcher Hyperraum-Antriebe bis hin zum sogenannten "Metagrav-Antrieb" hat allerding auch bei Perry Rhodan eine Weile gedauert. Die Umrüstung terranischer Raumschiffe auf den neuen Metagrav-Antrieb erfolgt im Perry-Rhodan-Universum zu Beginn des fünften Jahrtausends.

 

Die irdischen Wissenschaftler und Techniker haben also noch genug Zeit, um die Visionen von Perry Rhodan wahr werden zu lassen......

 

 


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