Science Fiction

 

 

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Space Center

Babylon 5

Die Krönung der Science-Fiction-Serien

 

 

 

Mittlerweile sind alle 5 Staffeln der SF-TV-Serie "Babylon-5" als DVD's  im Handel und so wird es Zeit, auch hier etwas über dieses Glanzlicht der Science-Fiction-TV-Serien zu schreiben.

 

 

"Babylon-5" gehört zu den großen TV-Erfolgsstories der 90er Jahre:  

Erstmals in der  Geschichte des Fernsehens erzählte eine SF-Serie über fünf Jahre eine fortlaufende Story.

Der "grosse Roman" des  Produzenten J. Michael  Straczynski hat  dabei auf  vielen Gebieten Neuland erschlossen  und wurde dafür mehrfach prämiert...

 

Am 22. Februar 1993 wurden die ersten Bilder von Minbari, Vorlonen, Narn und Centauri in den USA ausgestrahlt. Seit über zehn Jahren haben sich diese  Bilder weltweit verbreitet, sie erzählen Geschichten von aufsteigenden und fallenden Imperien, Kriegen und Frustration, gebrochenen Herzen und Begeisterung und der hartnäckigen Zielstrebigkeit der Menschheit. Vor allem die prachtvollen Weltraumszenen übten eine nie da gewesene Faszination aus.

 

Für viele Science-Fiction-Fans ist "Babylon-5" schlicht und ergreifend die bessere StarTrek-Serie.   

Wie ihr zur gleichen Zeit entwickeltes und ausgestrahltes Gegenstück  "StarTrek: Deep Space Nine" spielt auch diese Serie auf einer Raumstation. Allerdings sieht man der fünf Meilen langen Babylon-5-Station ihre Größe bei Innen- und  Außenaufnahmen deutlich besser an. Doch der wohl größte Unterschied zu StarTrek ist wohl, dass Produzent Joe Michael Straczynski eine Geschichte vorschwebte, die er über den Zeitraum von fünf Jahren erzählen wollte. So bauen die Folgen bei "Babylon-5" von Anfang an aufeinander auf und Straczinskys Geschichte endet tatsächlich erst nach der fünften Staffel, was Millionen von Fans auf der ganzen Welt in ihren Bann zog.

 

Von vielen klugen Besserwissern wurde behauptet, dass es im wechelhaften Fernsehgeschäft kaum möglich sei, mit einer Serie Erfolg zu haben, die fünf Jahre benötigt, bis ihre Geschichte zu Ende erzählt ist.

Das Publikum würde auf keinen Fall fünf Jahre warten, bis sich die Handlungsstränge auflösten, denn die Aufmerksamkeitsspanne von Fernseh-Zuschauern wäre dazu zu gering.

Doch all diese klugen TV-Experten haben sich ganz gewaltig geirrt !!  

Die faszinierende Geschichte von "Babylon-5" wurde bis zum Ende erzählt und das Publikum ist der Serie weltweit bis zum Ende treu geblieben.

Denn noch nie zuvor wurde ein Serien-Konzept so perfekt und engagiert verwirklicht.

Was "Babylon-5" so sehr von all dem üblichen Sci-Fi-Einerlei im TV abhebt, ist zum einen der ironische Unterton, der eigentlich gar nicht in das übliche US-Serienprofil  passt (wo bei anderen Serien mal ein klein wenig echte Ironie vorkommt, da kommt in B5 sehr oft beißender Sarkasmus daher). Zum anderen verzichtet die Serie auf Schwarz-Weiß-Malerei mit Helden ohne Fehl und Tadel auf der einen und dem absolut Bösen auf der anderen Seite. Selbst die Schatten - das vermeintlich absolute Böse - und die übermächtigen, gott-ähnlichen Vorlonen sind nicht wirklich das, wofür man sie lange Zeit hält.

Es fehlt hier auch der moralische Zeigefinger, der das StarTrek-Universum manchmal so nervtötend erscheinen lässt. Das ganze Weltbild von "Babylon-5" ist mehr kritisch optimistisch und es gibt nicht immer einen goldenen Weg.

Frieden muss mit viel Schmerz erkauft werden und Einzelschicksale machen aus den agierenden Charakteren Helden, Märtyrer, Schurken oder bemitleidenswerte Figuren. Viele beschreiten hier nur zaudernd und zweifelnd ihren Weg oder kommen ungewollt durch unbedachtes Handeln in dramatische Situationen, beladen sich mit Schuld oder finden nicht selten den Tod. Hier ist "Babylon-5" sehr viel realistischer als die ewig selbstlosen Helden von StarTrek.

 

"Babylon-5" wird mit absoluter Sicherheit ein Glanzlicht der Fernsehgeschichte bleiben.

Im gesamten Science-Fiction-Genre  stellt  diese Serie immer noch alle anderen weit in den Schatten.

 


 

Die Vor-Geschichte:

Das Jahr 2151 markiert eine neue Ära in der Geschichte der Menschheit:

Ein anderes Volk, die Centauri, nimmt mit der Menschheit Kontakt auf und überlässt ihr mit der Sprungtor-Technologie den Schlüssel zum Universum. Die Menschen der Erde errichten in Genf eine Weltregierung und stoßen schnell ins All vor. Auf vielen Planeten - Mars, Orion 7, Proxima 3 oder Beta Durani - gründen sie Kolonien. Indem sie der Liga der Blockfreien Welten zu Hilfe kommen, als diese von einer mörderischen Rasse überrannt werden, festigt die Erdallianz ihre Rolle als neue Macht im All.

 

Im Juli des Jahres 2245 nehmen sie dann, allen Warnungen der anderen Völker  zum Trotz, Kontakt mit den Minbari auf. Es kommt zu einem furchtbaren Missverständnis: Die Menschen eröffnen in Panik das Feuer auf die Minbari und töten ihren Anführer Dukhat. In ihrer Wut beginnen die Minbari daraufhin einen heiligen Krieg gegen die Menschheit. Dann aber, als sie mit ihrer riesigen Flotte bis zur Erde vorgedrungen sind, um die Heimat der Menschen zu vernichten -  im Augenblick ihres Sieges - ERGEBEN SIE SICH !

Warum sie das getan haben, wird die nächsten zehn Jahre das größte Geheimnis des Universums sein.

Um weitere Kriege zu verhindern, rufen die Präsidentin der Erde und ihr Stellvertreter daraufhin das "Babylon-Projekt" ins Leben: Eine Raumstation, auf der Menschen und Außerirdische ihre Konflikte in Frieden lösen und Handel treiben sollen. Die ersten drei Stationen werden schon in frühen Stadien sabotiert, die vierte wird zwar fertig gebaut, verschwindet aber unmittelbar nach ihrer Fertigstellung. Mit finanzieller Hilfe der Minbari und der Centauri enschließt sich die Erdallianz, einen fünften Versuch zu wagen. Und dieser Versuch gelingt endlich.

Es ist die Morgendämmerung des dritten Zeitalters der Menschheit.

Sie beginnt im Jahr 2257 auf der Raumstation "Babylon-5" ...


 

Der  Pilotfilm:

   Noch bevor die eigentliche Serie im Januar 1994 in den USA anlief, fast genau ein Jahr vorher, zeigte ein amerikanischer Fernsehsender bereits einen Pilotfilm unter dem Titel "The Gathering", der in Deutschland als "Spacecenter Bablyon 5" gesendet wurde.

 

Der Pilotfilm erklärt, wie es zur Errichtung der Raumstation als eine Art Freihandelszone gekommen ist. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die erwartete Ankunft des Botschafters des geheimnisvollen Volkes der Vorlonen, die noch nie zu anderen Völkern diplomatische Beziehungen aufgenommen haben. Kaum hat der Botschafter Kosh jedoch die Station betreten, wird er vergiftet und droht zu sterben. Eine Telepathin nimmt daraufhin Kontakt zu seinem Unterbewusstsein auf und entdeckt, dass B5-Kommandant Sinclair für den Anschlag verantwortlich sein soll.

Daraufhin stellen die Vorlonen ein Ultimatum: Entweder sie bekommen Sinclair ausgeliefert oder sie werden "Babylon-5" vernichten. Sinclair hat also nur wenig Zeit, um seine Unschuld zu beweisen.

 

"Babylon-5" ist eine Serie, die insgesamt fünf Staffeln umfasst und eine neue Form der Science-Fiction-Serie im Fernsehen etablierte: den Science-Fiction-Fortsetzungsroman.   

Die Charaktere der Serie wurden immer komplexer und die Verwicklungen der Völker, die im Mittelpunkt der Serie stehen, immer komplizierter.

In diesem Zusammenhang ist der Pilotfilm sehr interessant, denn er legt bereits den Grundstein für diese Entwicklung, gleichzeitig aber stellt er eine Rarität im Reigen der Serie dar.

Eine ganze Reihe der Hauptfiguren dieses Filmes tauchen in der Serie nie wieder auf.

Auch einige der Masken verändern sich: Wird die Minbari-Botschafterin Delenn zuerst als eine Art geschlechtsloses Wesen in diesem Pilotfilm eingeführt, so ist sie ab der ersten Folge in der Serie eindeutig als Frau zu erkennen.

Und während der Narn-Botschafter G'Kar als boshafter Intrigant vorgestellt wird, erlebt man ihn in der Serie als intelligente Persönlichkeit, die dem Zuschauer von Folge zu Folge immer sympathischer wird.

 

Wenn man den Pilotfilm mit der Serie vergleicht, dann wirkt er noch sehr konservativ inszeniert. Auch die Geschichte erscheint im Vergleich zu den sehr komplexen Handlungssträngen der folgenden Serien-Staffeln ziemlich simpel.

Dennoch ist der Pilotfilm für Fans ein absolutes Muss, denn so hat "Babylon-5" nie wieder ausgesehen. 


 

Die 1. Staffel:

   Wir befinden uns im 23.Jahrhundert. Von der Erde im neutralen Raum erbaut, stellt das Spacecenter "Babylon-5" im 23.Jahrhundert das galaktische Pendant zu den irdischen Vereinten Nationen dar. Hier sollen die Vertreter der größten Reiche und Allianzen an einem zentralen Ort zusammengeführt werden, um so die Chance auf einen dauerhaften Frieden zu wahren.

Kommandant der gigantischen Raumstation ist der Mensch Jeffrey David Sinclair, der von den Minbari als einziger Anwärter auf diesen Posten akzeptiert worden  war. Zusammen mit seinem Team muss er sich in der ersten Staffel nicht nur mit Flüchtlingen, Schmugglern, Geschäftsleuten, Diplomaten und anderen Reisenden aus den verschiedensten Welten beschäftigen, sondern vor allem mit den auf "Babylon-5" stationierten Botschaftern auseinandersetzen. Denn die Abgesandten der Minbari, Centauri, Vorlonen und vielen anderen Rassen scheinen weit mehr als nur ein Geheimnis zu verbergen.

 

Diese erste von fünf Staffeln "Babylon-5" legt zunächst einmal die Basis für die kommenden großen Entwicklungen, zeigt aber bereits einige großartige Episoden, die kein Science-Fiction-Fan verpassen sollte.

  


 

Die 2.  Staffel:

   Nachdem Anfang des Jahres 2259 Jeffrey Sinclair, der Kommandant der Raumstation "Babylon-5", als Botschafter auf den Heimatplaneten der Minbari abkommandiert wurde, wird Captain John Sheridan sein Nachfolger, der anfangs von den Minbari noch sehr misstrauisch angesehen wird, denn er ist der einzige Offizier der Erd-Allianz, dem es gelang, im zurückliegenden Krieg ein Schlachtschiff der Minbari zu vernichten. In seinem ersten Jahr als Kommandant von "Babylon-5" muss er einige aufregende und folgenschwere Abenteuer überstehen. Delenn, die Botschafterin der Minbari, entwickelt sich zudem zu einem Mischwesen zwischen Mensch und Minbari und hält sich für die Auserwählte im Kampf  gegen den "alten Feind".

Dieser zeigt sich in diesem Jahr das ein oder andere Mal, bleibt jedoch geheimnisvoll-unheimlich und tritt vor allem dadurch hervor, dass er politische Abhängikeiten erschafft und den Beginn eines Krieges verursacht.

Auch auf der Erde ziehen Probleme auf: Präsident Clark strebt mit neuen Behörden wie dem "Ministerium für Frieden" und "Nightwatch" eine Gedankenkontrolle der Erdbevölkerung an, was Sheridan an Bord der weit entfernten Raumstation mit stetig wachsender Besorgnis zur Kenntnis nimmt.

Am Ende des Jahres droht die Situation schließlich zu eskalieren.

 

Viele Fans der SF-Serie um die Raumstation "Babylon-5" halten die Staffeln zwei, drei und vier für die besten der gesamten Reihe. Und tatsächlich startet "Babylon-5" mit dieser zweiten Season richtig durch und lässt den Zuschauer mit jeder Folge neugieriger und gespannter zurück. Eine Geschichte von epischer Breite wird hier von dem Serienerfinder J.Michael Straczynski aufgebaut. Zahlreiche lose Enden über die Dauer eines Jahres werden miteinander verwoben oder sogar ganz bewusst offen gelassen.

Der neue Kommandant der großen Raumstation ist dagegen erst einmal gewöhnungsbedürftig. Nach dem sehr ruhig agierenden Jeffrey Sinclar übernimmt John Sheridan das Kommando. Mit der Figur des John Sheridan richtet sich die Serie jedoch auch stärker auf Action aus, was nicht zuletzt auch zu einer deutlichen Qualitätssteigerung geführt hat.

Mit der zweiten Staffel von "Bayblon 5" begann die eigentliche Blütezeit der Serie.

 


 

Die 3. Staffel:

   Das Jahr: 2260. Ort der Handlung: die Raumstation "Babylon-5".

In diesem dritten Jahr des auf fünf Jahre ausgelegten Handlungsbogens der Serie "Babylon-5" bricht ein Krieg aus.

Das weiß der Zuschauer schon nach wenigen Sekunden der ersten Folge.

Denn schon im Vorspann heißt es:

"Das Babylon-Projekt war unsere letzte und einzige Hoffnung auf Frieden. Diese Hoffnung scheiterte."

 

Serienschöpfer Joe Michael Stratzinsky verstand sich auf dramatische Momente und so strebt jede der kommenden 22 Episoden spannungsgeladen auf den dramatischen Höhepunkt der Serie zu.

Die Rückkehr der Schatten, die Rolle der mysteriösen Vorlonen, das tragische Handeln der Centauri und der Kampf der Ranger gegen das drohende Zeitalter der Dunkelheit - all diese Handlungselemente machen die dritte Staffel von "Babylon-5" zur bis dahin besten der ganzen Serie.

 

In der 3.Staffel offenbart sich der unheimliche und wahrlich furchteinflößende Feind, der bislang nur  verdeckt in Aktion getreten ist. Es kommen einige neue Personen in die Serie und einige  Rollen werden erweitert. Die Rolle des Zack Allen wird erweitert, der Ranger Marcus Cole kommt neu hinzu und die alten Bekannten Lyta Alexander und der frühere B5-Commander Sinclair treten wieder auf. Die Rolle von G'Kar nimmt ebenfalls eine Wendung, denn er wird ein zuverlässiger Partner in der neu gegründeten "Armee des Lichtes".

Der rätselhafte Tod von Präsident Santiago wird aufgeklärt und die Spannungen zwischen der Erdregierung und "Babylon-5" werden noch größer.

Im Vergleich zu den Staffeln 1+2 nimmt die 3.Staffel an Dramatik und Spannung sehr stark zu.

Das kommt auch daher, weil man sich von liebgewonnenen Freunden verabschieden muss, die in dieser Staffel ums Leben kommen. Für Serien ist es ja eher unüblich, dass Hauptdarsteller die Serie nicht überleben (wie  z.B. in Star Trek TNG, wo die Stammbesetzung der kompletten Serie immer die gleiche bleibt). J. Michael Straczynski hat hier mit diesem ungeschriebenen Gesetz gebrochen, wodurch seine Geschichte noch realistischer wirkt.

 

Auch in der 3. Staffel kann man feststellen, dass es viele Verbindungen zu bereits gesehenen Folgen der ersten und zweiten Staffel gibt, in denen auch einige der offen gebliebenen Rätsel gelöst werden. Gerade das zeichnet diese Serie aus, denn es gibt einen wirklich durchgängigen roten Faden, der immer wieder aufgenommen wird.

Dieser rote Faden macht den eigentlichen Reiz der Serie aus.

 


 

Die 4. Staffel:

   Mit der vierten Staffel der Erfolgsserie Babylon 5 liegt der Höhepunkt der Science-Fiction-Saga von Joe Michael Straczynskis vor, der auch für diese Staffel die Drehbücher für alle Episoden selbst geschrieben hat.

Viele der bisherigen Handlungsstränge laufen in dieser Staffel zusammen, einige große Rätsel werden gelöst, aber es werden auch neue Fragen aufgeworfen. Das Ende des Krieges gegen die Schatten, die Befreiung der Erde und noch einige unerwartete Entwicklungen werden den Zuschauern präsentiert.

 

Leider konnte sich J. Michael Straczynski in Staffel 4 nicht wie in den vorherigen Staffeln genügend Zeit für jeden Handlungsstrang nehmen. Beim Start der Produktion von Staffel 4 war nämlich noch nicht sicher, dass es überhaupt noch eine fünfte Staffel geben würde. Aus diesem Grunde blieb ihm nicht viel Zeit, um sämtliche parallelen Handlungsverläufe zu einem Abschluss zu bringen. So viel Handlung in die relativ kurze Zeitspanne von ca. 20 Folgen zu stopfen, führte zwangsläufig dazu, dass einige Themen etwas zu schnell abgehandelt werden mussten. Und die letzte Folge der 4.Staffel hätte ebenso gut die letzte Folge der 5.Staffel sein können.

 

Dennoch bietet die Staffel 4 wirklich alles, was das Herz eines Science-Fiction-Fans begehrt:

Weltraumschlachten und taktische Manöver, die selbst Sun Tsu ("Die Kunst des Krieges") und Gajus Julius Caesar ("Der gallische Krieg") Ehre gemacht hätten, Intrigen und Komplotte, die sogar Macchiavelli begeistern würden und erschreckende Einblicke in die Abgründe der menschlichen Seele durch die Erz-Schurken Mr.Morden, Psi-Polizist Bester und Präsident Clark.

 

Hintergrund der 4. Staffel:

Mit dem Beginn des Jahres 2261 ist der Krieg gegen die Schatten zu einem vorübergehenden Stillstand gekommen.

 

Die Schatten sind alte unerbittliche Feinde, einst von Völkern in Schach gehalten, die inzwischen längst tot oder fortgegangen sind. Für die meisten der Jüngeren Völker waren sie bislang nicht mehr als Legenden.

 

Aber das ändert sich im Jahre 2261:

Die Schatten, die Jahre zu früh aus ihrem jahrtausendelangen Schlaf auf ihrer Heimatwelt Z'ha'dum erwacht sind, lassen immer deutlicher ihre Anwesenheit erkennen.

Ihr Ziel ist es, die Schwachen und Hilflosen unter den Jüngeren Völkern auszulöschen, um die Evolution voranzutreiben. Sie agieren hauptsächlich hinter den Kulissen, hetzen die Jüngeren Völker gegeneinander, verursachen Kriege und Völkermord.  Sie wollen ein Universum schaffen, in dem die Jüngeren Völker ihre Interessen eigensüchtig und ohne jede Rücksicht auf andere verfolgen, damit nur die Stärksten überleben und sich weiter entwickeln können. Deshalb hetzen die Schatten die Jüngeren Völker alle tausend Jahre aufeinander und stürzen sie immer wieder auf's Neue in ein kriegerisches Chaos.

 

Als die anderen Völker der Allerersten die Galaxie verließen, blieben die Vorlonen zurück, um den Zielen der Schatten entgegenzutreten.

Während die Schatten das Chaos repräsentieren, sind die Vorlonen die Herren der Ordnung.

Auch sie wollen den Fortschritt der jüngeren Völker, jedoch auf ihre Art, ohne dass es sie interessiert, ob ihre Schützlinge es mögen oder nicht. Sie verlangen Gehorsam, Disziplin und Ordnung, um das spirituelle Wachstum der Jüngeren Völker zu fördern.

 

Doch der Kampf zwischen diesen gegensätzlichen Philosophien spielt sich nicht zwischen Schatten und Vorlonen ab, denn sie benutzen dafür die Jüngeren Völker als unwissende Schachfiguren in einem Spiel, von dem die wenigsten überhaupt etwas wissen....


 

Die 5. Staffel:

  Die letzte Staffel von Babylon 5 stellte sich nach den hervorragenden vorigen Staffeln 3 und 4 leider als schwächste Staffel der Serie heraus.

Ivanova (Claudia Christian) wurde durch Captain Elizabeth Lochley (Tracy Scoggins) ersetzt, die sich als Sheridans erste Ehefrau entpuppt.

Sheridan wurde zum Präsidenten der Interstellaren Allianz ernannt.

Die erste Haupthandlung drehte sich um eine Gruppe von Telepathen, die auf B5 vor der PSI-Corp Zuflucht suchten. Lyta Alexander (Patricia Tallman) wurde eine größere Rolle eingeräumt man entwickelte eine Liebesgeschichte zwischen ihr und Byron (Robin Atkin Downs), dem Anführer der Telepathen, der leider aber durch seinen ständigen und unglaubwürdigen Edelmut viel zu sehr den Eindruck einer Jesus-Nachahmung vermittelt.

In der Zwischenzeit ging es um die Folgen des Schattenkrieges, wobei in 'Ein sterbendes Volk' der Ursprung der menschlichen Telepathen geklärt wurde. Durch das Auftreten von Bester (Walter Koenig) von PSI-Corp wurde das Gelöbnis der Flüchtlinge in 'Der letzte Gefangene' und 'Vergesst Byron nicht!' zu einem zufriedenstellenden Ende gebracht.

 

Direkt im Anschluss folgte eine der wenigen Episoden, die nicht von J. Michael Straczynski geschrieben wurden. Von 'Der Tag der Toten' wurde wohl zu viel erwartet. Obwohl hier die allgemeine Stimmung verändert wurde, erwies sich die Handlung als unzusammenhängende Nebenstrecke in eine unerklärbare Fantasy-Zwischenwelt. Aber wie gewohnt erfuhr die Staffel gegen Ende eine Steigerung: eine Reihe politisch motivierte Folgen führen zu 'Die Bürde des Imperators' und dem gruseligen 'Der letzte Blick zurück', wo Sheridan und Delenn Babylon-5 verlassen, um auf Minbar neue Quartiere beziehen.

 

Bei der letzten Episode 'Der Weg ins Licht' führte J. Michael Straczynski wieder selbst Regie und schuf einen hervorragenden Epilog auf die Babylon-5-Serie.

Diese elegische Folge, die 20 Jahre nach all dem Getöse und Durcheinander spielt, stellt das Ideal einer Liebesgeschichte dar, die auch Shakespaere begeistert hätte. Hier wird eine ganz persönliche Geschichte vor dem Hintergrund der Serie aufgelöst - auf einer zutiefst menschlichen und optimistischen Ebene.

'Der Weg ins Licht' stellt einen der bewegendsten Momente in der Geschichte der Fernsehserien dar und bildet eine befriedigende Auflösung einer der großartigsten TV-Serien, die bislang gedreht wurden.

 


 

Babylon 5 - Special :  Der erste Schritt

   "Im Jahr 2225 beginnt die Erdallianz, eine der führenden Mächte unter den raumfahrenden Völkern, ihren Einflussbereich im Universum zu erweitern. Dabei kommt es zu einer dramatischen Konfrontation mit dem hochentwickelten Volk der Minbari, das den Menschen technologisch um Lichtjahre voraus ist. Im Krieg zwischen Erde und Minbar steht die Menschheit vor dem Ende ihrer Existenz. Angesichts der drohenden Katastrophe wird der junge Commander Sheridan auf einen neutralen Planeten zu Verhandlungen entsandt. Doch seine Zeit ist knapp, denn die gewaltige Armada der Minbari-Raumschiffe nähert sich schon der Erde zum letzten, vernichtenden Gefecht...."

 

In der Pause zwischen der vierten und fünften Staffel von Babylon 5, als die Zukunft der Serie noch nicht gesichert war, waren die Zuschauer darauf gespannt, wie J. Michael Straczynski das Serienformat in einen Spielfilm übertragen würde. Straczynski musste darauf achten, die Kontinuität der Geschichte zu wahren, ohne mit der Story der Serie in Konflikt oder gar Widerspruch zu geraten. Doch das gelang ihm ganz hervorragend.

 

Babylon 5 : Der erste Schritt

beginnt in der Zukunft der Serie mit Londo Molari, der inzwischen Imperator auf der dem Untergang geweihten Centauri-Heimatwelt geworden ist. Es spielt also ca. 20 Jahre nach dem Ende der Serie Babylon_5.

Das Reich der Centauri ist dem Untergang geweiht. Centauri Prime steht in Flammen.

Londo erinnert sich an die Vergangenheit, wie zum Beispiel an den Krieg zwischen Menschen und Minbari ....

 

Dieser Rückblick beantwortet einige Fragen, die in den ersten Jahren der Serie aufgeworfen wurden, aber nie ganz zu Ende geführt wurden. Man erfährt, welche Rolle Delenn zu Beginn dieses Krieges gespielt hat. Vor allem aber erfahren die Zuschauer, was genau Sinclair, dem späteren Kommandanten von Babylon 5, in diesem Krieg zugestoßen ist, als er von den Minbari gefangen genommen wurde.

 

In dieser Rückblende wird erzählt, wie der tragische Krieg durch ein großes Missverständnis begann und eigentlich nur durch den Zorn und die Hassgefühle von Delenn erst richtig ausbrechen konnte.

Diese Tatsache ist besonders interessant, weil dieser Punkt in der eigentlichen Serie niemals richtig aufgegriffen wird. Auch nicht, dass die Centauri ein Treffen der Menschen und Minbari sabotierten, wodurch der Krieg noch länger andauerte und zu einer Art "Selbstläufer" wurde. In der Geschichte wird sehr gut erzählt, wie beide Seiten versuchten, den Krieg zu beenden, aber doch immer wieder aus verschiedenen Gründen scheiterten.

 

Dieses B5-Special ist wirklich sehr gut gelungen.

Durch diese Geschichte weiß man endlich, wie der Krieg gegen die Minbari begonnen hat und warum dieser Krieg so plötzlich und überraschend endete.

Dieser Grund für das Ende des Krieges ist nämlich der Schlüssel für die ersten 4 Staffeln von Babylon 5.

Als weiterführender Film ist "Babylon 5 - Der erste Schritt" sehr gut, denn es werden viele Fragen in einem Stück beantwortet, die in der Serie nur teilweise oder gar nicht beantwortet wurden, und bereits bekannte Ereignisse werden in einem ganz neuen Licht gezeigt.

 


 

Babylon 5 - Special :  Waffenbrüder

Während der ehemalige Stationskommandant und jetzige Allianzpräsident John Sheridan und sein alter Freund Garibaldi einen streng geheimen neuen Raumschiffsprototypen besichtigen, erhält Sheridan in einer Vision eine Warnung vor der Mobilmachung der Drakh, ehemaliger Helfer der aus der Galaxie vertriebenen 'Schatten'. In einem entlegenen Raumsektor treffen sie tatsächlich auf Drakh-Schiffe, und diese sind dabei, eine riesige Vernichtungswaffe zu transportieren - mit direktem Kurs auf die Erde...

 

Der abschließende TV-Film aus dem Universum von 'Babylon 5', der handlungsmäßig an die fünfte und letzte Staffel der Science-Fiction-Serie anschließt, kann mit seiner mystisch-spannenden und am Ende regelrecht apokalyptischen Handlung auch solche SF-Interessierte zufriedenstellen, die mit den losen Enden der epischen Serienhandlung weniger vertraut sind.

Babylon-5-Fans werden diesen Film ohnehin nicht verpassen wollen.


Mehr über das "Spacecenter Babylon 5"  erfahrt ihr auf den folgenden Web-Seiten:

 


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