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 Ein

ärgerlicher Auftrag

( Der Bund von Torn )

von

Uwe Vitz

www.wuerfelwelt.de.vu/

 

(frei nach einem Rollenspiel, welches verrate ich nicht.

Wer es mir beim Würfelweltstammtisch sagt, dem gebe ich ein Bier aus)

 

    "Ihr seid also bereit euch mit Norrakh, dem Magier zu messen, für hundert Goldstücke?" fragte der junge Magierlehrling zögernd.

 

Ich seufzte innerlich auf, wir waren fünf, ein Barbar, ein Jungzauberer, eine Hexe, ein Dieb und ich, Tal, von der Gilde der Berufsmörder. Es war schon eine Schande. Normalerweise hat unsereins in Tantoria wirklich genug zu tun. Doch in letzter Zeit gibt es Probleme. Die Agenten des Bundes und ihre Gegenspieler aus Moa haben  in ihren eigenen Reichen Ärger, daher beauftragen  sie uns  im Augenblick nicht mehr so eifrig sich gegenseitig zu beseitigen. Natürlich, es gibt noch immer zwanzig Morde pro Monat, aber es sind ja auch hunderte von uns Meuchelmördern in der Stadt und dazu gibt es auch noch Amateure. Normalerweise sollte ein Auftrag pro Tag wirklich kein Problem sein, aber in letzter Zeit ist die Nachfrage für unsere Tätigkeit stark zurückgegangen. Daher hatte ich mich an diesen Auftrag beteiligt. Auch wenn er unmoralisch war. Dieser Magierlehrling hatte sich in die Tochter des Magiers Norrakh verliebt, der Magier wollte jedoch von diesem Schwiegersohn nichts wissen, schloss die Tochter in ihr Zimmer ein und schmiss den Schwachkopf einfach raus, nun sollten wir seine Liebste für ihn befreien.

 

Ich hatte ihm ein Sonderangebot gemacht, den Alten zu töten. (Der Tod eines Magiers ist für unsereins eine hervorragende Werbung)  

Aber nein! Er wollte nur seine große Liebe! Zum Kotzen, gerne hätte ich den kleinen Trottel umgebracht, aber ich hatte ja keinen Auftrag und man kann ja nicht umsonst arbeiten.

 

    "Wir werden dein Mädel da raus holen!" verkündete Kumbah, der Barbar, welcher aus dem Süden Moas stammte, wo man solche Barbarentrottel wirklich noch frei herumlaufen lässt. Dabei schlug er um das Klischee vollends zu erfüllen, gegen sein viel zu großes, albernes Breitschwert, welches er sich an seinen Gürtel gebunden hatte.

    "Meine Zauberkräfte werden uns schützen." krächzte Gilda, die Dorfhexe, die sich uns angeschlossen hatte. (Der Titel"Doofhexe" wäre wohl passender)

   "Ich kann euch leider nicht begleiten, Meister Norrakh hat Geister beschworen, welche sofort anfangen einen Höllenlärm zu veranstalten, wenn ich mich dem Haus nähere." erklärte der Magierlehrling gerade, "Aber die Vordertür öffnet sich, wenn ihr sagt: "'Öffne dich'"  Der Meister kann sich nämlich keine Passwörter merken, es könnten jedoch magische Fallen im Haus sein."

    "Nun, das kann unser Zauberer herausfinden, er wird einfach  zu dem alten Trottel gehen und ihm, so von Magier zu Magier, ausfragen."

    "Ich bin ein ausgebildeter Zauberer, kein Magier." sagte der Jungzauberer Malfax.

    "Gut, dann von Zauberer zu Magier, finde heraus was für Fallen in dem Haus sind." meinte ich.

 

Er fand natürlich nichts heraus, sondern ließ sich von diesem Magier wie ein dummer Junge abfertigen.

(Er ist ja auch ein dummer Junge!)

Nun ja, wenigstens erfuhren wir, dass der Alte an diesen Abend auf einem Empfang beim Statthalter war.

 

Also mussten wir so rein, während der Barbar, die Hexe und der Zauberer vorne eindrangen, schlich ich mich mit Zalakh, dem Dieb hinten herein, wir öffneten die Hintertür lautlos mit dem Dietrich, so wollten wir  mögliche Dämonenwächter überraschen, nach kurzer Suche und ein wenig Ärger mit allen möglichen Magierspielzeug fanden wir auch die Tochter, der Barbar schlug die Tür ein, packte das Mädchen und wir hauten ab.

 

Aber was soll ich sagen, am vereinbarten Treffpunkt wartete auf uns dieser Magierlehrling und begann rum zu schreien, wir hätten die falsche Tochter geraubt.

Er würde die Ältere lieben, dies jedoch sei die Jüngere.

Dieser Magier hatte zwei Töchter, das hatte uns der Narr natürlich nicht erzählt.

Die Kleine begann auch noch rum zu kreischen und dann tauchte auch noch ihr Vater auf und wollte uns mit Hilfe seiner magischen Kristallkugel  bestrafen.

Ich schleuderte erst seine Tochter auf ihn, dann warf ich den Magierlehrling hinterher.

Als der Magierlehrling gegen den Magier prallte, zerbrach die Kristallkugel und die drei verschwanden in einem leuchtenden Kraftfeld, sie waren einfach so weg.

 

Was daraus wurde, was es bedeutet?

Weiß ich nicht, ist mir auch egal, aber wer bezahlt mich für den ganzen Ärger?

 

Ende

 

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